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National

22.01.2007 21:20

Reaktionen zum Rücktritt des DBV-Schiedsrichterausschuss

Von: Sven Heise

Schiedsrichter

Schiedsrichter bei der WM in Madrid. (Foto: Sven Heise)

Ex-Schiedsrichterwart Klaus-Michael Becker und DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst nahmen heute auf der offiziellen Homepage des Deutschen Badminton Verbandes Stellung.

DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst zeigt sich über den Rücktritt des Referates für Schiedsrichterwesen verwundert. Eine vom Schiedsrichterausschuss gesetzte Frist, die offenen Probleme zum 17. Januar zu lösen, habe von ihm nicht eingehalten werden können. Das Referat habe gewusst, dass sich das Präsidium in der Sitzung am 19. Januar mit den Anliegen der Schiedsrichter befassen würde. Aus Sicht des Präsidenten hat der Ausschuss den Dialog einseitig beendet. Mit der Aussage, dass Herr Kerst und das gesamte Präsidium jederzeit zu einem klärenden Gespräch bereit sind, schließt die kurze Stellungnahme des Präsidenten.

Klaus-Michael Becker, zurückgetretener Leiter des Referats, gibt in Stichpunkten die aus seiner Sicht wichtigsten Probleme zwischen dem Präsidium und dem Ausschuss wieder. In der Hauptsache beklagt er "den auf wichtigen Ebenen zögerlichen oder verspäteten Informationsfluss". Immer wieder blieben Fragen zu Sachthemen von der DBV-Spitze unbeantwortet. In der Hetzkampagne, der sich die Schiedsrichter in der Öffentlichkeit ausgesetzt sähen, würden die Schiedsrichter unzureichend geschützt und sogar DBV-intern diskriminiert. Die DBV-Vizepräsidenten würden eine Stellungnahme bzw. Entschuldigungen ihrer Ungereimtheiten ablehnen.

Obwohl im einleitenden Text von badminton.de der Hauptaugenmerk auf den Honorarstreit in der Bundesliga gelegt wird, ist dies im zitierten Schreiben von Joachim Mörsch nur einer von zwölf Punkten. Einer der wichtigsten Punkte ist - wie in der Stellungnahme von Klaus-Michael Becker - das Verhalten der Vizepräsidenten gegenüber dem Ausschuss.

Die Diskussionen im Internet hatten sich am Sonntag im Internet ebenfalls hauptsächlich um das Verhältnis Bundesliga - Schiedsrichter gedreht - auch durch den Artikel von Badzine.de, der von mehreren Lesern kommentiert wurde.

Festzustellen ist, dass der Präsident auf die seit längerem konkret vorliegenden Vorwürfe des Referats nicht eingeht. Bleibt zu hoffen, dass sich bei der Deutschen Meisterschaft in Bielefeld die Gelegenheit zu einem klärenden Gespräch findet, bei dem die von den Schiedsrichtern genannten Probleme ausgeräumt werden können.

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