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Bundesliga

20.01.2007 20:45

Bundesliga diskutiert Kürzung der Schiri-Gelder

Von: Sven Heise

Bald fast für lau? Schiri-Einsatz in der Bundesliga. (Foto: Sven Heise)

Im Streit zwischen der Badminton-Bundesliga und den Schiedsrichtern um die Zahlungen für Schiedsrichtereinsätze droht eine Eskalation.

Die Bundesligavollversammlung diskutiert am übernächsten Wochenende während ihrer Sitzung bei der Deutschen Badminton-Meisterschaft in Bielefeld eine Reduktion der Zahlungen für Schiedsrichtereinsätze. Vorgeschlagen wird eine Anpassung an die Richtlinien der DBV-Finanzordnung für ehrenamtlich tätige Funktionäre (Aufwandsentschädigungen). Das bedeutet unter anderem 6 Euro bei einem Einsatz, der weniger als sechs Stunden andauert und 8 Euro bei Einsätzen die länger als sechs Stunden dauern. Damit dürfte bei der überwiegenden Zahl der Spiele lediglich ein Betrag von 6 Euro für die Spesen und Verpflegung der Schiedsrichter ausbezahlt werden.

Die Höhe der Zahlungen ist zwischen Bundesligaausschuss und den zuständigen Schiedsrichterausschüssen im DBV und den Landesverbänden seit Jahren umstritten. Der DBV-Verbandstag hatte im Juni 2006 in Gera beschlossen, die Honorare für die Bundesliga-Schiedsrichter von 25 auf 50 Euro zu erhöhen. Dies wurde von den Vereinen als zu kurzfristig und zu hoch kritisiert.

Begründet wird der Antrag für die Quasi-Streichung der Gelder mit der Gleichbehandlung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Ob eine ähnliche Vorgehensweise bei den Zahlungen an die Spieler geplant ist, ist nicht bekannt.

Unterdessen sind noch keine Reaktionen des DBV-Präsidiums auf den Rücktritt des DBV-Schiedsrichterausschusses unter Führung von Klaus-Michael Becker bekannt. Informationen aus der gestrigen Präsidiumssitzung in Mülheim lagen bis zum Samstag abend nicht vor. Eine offizielle Stellungnahme der DBV-Spitze auf das Schreiben von "KMB" und eine 12-Punkte-Liste mit Kritikpunkten aus den Reihen des Ausschusses steht somit noch aus.

Ergänzung: auf Hinweis von Arno Schley, Vorsitzender des Bundesliga-Ausschuss, konnte klargestellt werden, dass es um eine Umstellung von Honoraren auf Tagegeldern geht. Dies hat keine völlige Streichung der Zahlungen zur Folge, reduziert den Betrag, den die Schiedsrichter erhalten, stattdessen auf die o.g. mindestens 6 Euro.

 

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