Im Konflikt zwischen DBV-Spitze und dem ehemaligen Schiedsrichterausschuss ist noch keine offizielle Lösung bekannt.
Gerne hätten wir an dieser Stelle noch über eine Lösung der Krise zwischen DBV-Präsidium und Schiedsrichtern berichtet. Während der Deutschen Badminton Meisterschaft in Bielefeld kam es zwar auch am Sonntag zu Gesprächen, auch zwischen DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst und dem ehemaligen Referatsleiter Klaus Michael Becker, Ergebnisse sind jedoch nicht bekannt. Die Schiedsrichter hatten am Samstag mit einer bisher einmaligen Aktion - einem Warnstreik im Viertelfinale des Herreneinzels - auf die aus ihrer Sicht unbefriedigende Lage hingewiesen. Dank des disziplinierten Verhaltens der Spieler kam es zu keinen Problemen, die Aktion wurde größtenteils als richtig bewertet, wenn auch einzelne Kritik zu hören war. Alle weiteren Spiele wurden dann wieder mit großer Professionalität von den Schiedsrichter aus ganz Deutschland geleitet. Gezeigt hat der Streik, dass auf die Fachkompetenz der zurückgetreteten Mitglieder des Referats, die die deutschen Schiedsrichter international und national hervorragend aufgestellt haben, nicht verzichtet werden kann.
Wie erfreulicherweise zu hören war, gab es zwischen Vertretern der Bundesliga und der Vollversammlung der Schiedsrichterwarte der Landesverbände sehr konstruktive Gespräche, so dass in diesem Bereich eine Lösung im Sinne des Sports denkbar ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage auch zwischen dem Präsidium und den Schiedsrichtern soweit entspannt, dass sich der deutsche Badmintonsport wieder nur noch um den Federball dreht.
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