Auf einen guten Rotwein muss Huaiwen Xu leider verzichten. Die deutsche Meisterin beibt dem Saarland erhalten, der Bericht von BadZine.info über einen Wechsel nach Bordeaux war ein verfrühter Aprilscherz. Ebensowenig echt war das neue Logo der Yonex Dutch Open im Windmühlendesign.
Leider kein Aprilscherz war die Meldung, dass Superstar Peter Gade auf die Europameisterschaft in der Heimat verzichten muss.
Der Wechsel von Huaiwen Xu zum Club ihrer Freundin Hongyan Pi und die Annahme einer Stelle in einer Wein-Exportfirma war hingegen von BadZine-Gründer Raphael Sachetat frei erfunden, wurde jedoch vor dem Hintergrund der engen Freundschaft zu Hongyan Pi offenbar selbst von Insidern für bare Münze genommen. Die ungewöhnliche frühe Veröffentlichung bereits am Morgen des 31.3. führte im Badminton-begeisterten Saarland zu erheblichem Aufsehen.
Aufwändig recherchierte offenbar der Saarländische Rundfunk. Noch am Montagabend vermeldete er auf seiner Homepage sachlich-ernst "Xu, die in Bischmisheim bis Mai 2009 unter Vertrag steht, bezeichnete die Meldung als "Aprilscherz". Auch Verantwortliche des französischen Clubs dementierten die Meldung auf SR-Anfrage."
Für den Wirbel, den der missverstandene, aber bei genauem Lesen doch klar als verfrühter Aprilscherz erkennbare Bericht bei den Vereinsverantwortlichen verursachte, entschuldigte sich Raphael Sachetat heute auf BadZine.info.
Das neue Logo für die Yonex Dutch Open war Lesern der Turnierzeitung "Scoreboard" der Badminton Team-EM in Almere schon bekannt. Grafikchef Patrick Telders hat das Logo im Februar nach einer Idee von Redakteur Klaus Hasselmann entworfen. Obwohl sich alle Beteiligten begeistert über die Idee der Federball-Windmühle zeigten, steht eine offizielle Bestätigung von Yonex noch aus. Alle Statements im Bericht sind von BadZine-Redakteur Sven Heise frei erfunden. Der holländische Bondscoach Martijn van Dooremalen, der auch im offiziellen Aprilscherz von bwbv.de mit einem afrikanischen Sprichwort zitiert wird, entwickelt sich nicht zum Konfuzius des Badminton, ihm wurden die Worte wie Yoshihiro Yano, Boris Reichel und Yonex President Ben Yoneyama in den Mund gelegt.
Dass trotz aller Alltagsprobleme fast alle Verantwortlichen in Deutschlands Badmintonszene Spaß verstehen, zeigte sich auch auf den Internetseiten der Landesverbände. Bernd Wessels berichtet auf der NRW-Seite über die Fusion von DBV und dem Landesverband NRW. Dieses Ziel scheint auf den ersten Blick fast leichter erreichbar zu sein als die von Jürgen Grommes beim BV Rheinland angekündigte Erhöhung der Frauenquote bei Schiedsrichtern und Mannschaftsspielen auf 50%. Warum durch die beim Baden-Württembergischen Badminton-Verband angekündigte alphabetische Neueinteilung der Gruppen im DBV Verwaltungsaufwand reduziert wird, bleibt für immer ein Geheimnis.
Wie der (leider kein Scherz) an der Achillessehne verletzte BadZine-Autor Hans Werner Niesner soeben mitteilte, steckte die Aller Zeitung / Wolfsburger Allgemeine den Gifhorner Spieler Leiv-Olaf Zöllner in ein Badminton-Kleid, da sich eine Spielerin laut DBV-Spielregeln angeblich neben einer gültigen Spielerlaubnis nur durch das Tragen eines Rocks definiert und er somit in der kommenden Bundesliga-Saison auf Damenseite antreten kann. Da der Redaktion bei der Betrachtung des Fotos mit Leiv-Olav in einem rot-pinkfarbenen hautengen Kleid bereits ein Monitor explodiert ist, verzichten wir an dieser Stelle aus ästhetischen und technischen Gründen auf eine Wiedergabe. Auf eigene Gefahr kann der Artikel jedoch im Online-Angebot der Aller Zeitung abgerufen werden...