Zu mitternächtlicher Stunde zeigte sich Huaiwen Xu im ZDF-Sportstudio von ihrer besten Seite. Zusammen mit Ruderolympiasiegerin Kathrin Boron stellte sich die deutsche Badminton-Meisterin den Fragen von Moderator Wolf-Dieter Poschmann.
Im schicken schwarzen Anzug und mit langen schwarzen Haaren tauchte die Bischmisheimerin aus dem dichten Nebel des Studioeingangs auf. Nach einem kurzen Filmbeitrag von den Bitburger Open 2007 plauderte Huaiwen entspannt über das harte Training in China und den Wechsel nach Friedrichshafen. Für das Olympiaturnier rechnet sich die zweimalige WM-Dritte gute Chancen aus: "Es nehmen zwar drei Chinesinnen teil, aber die stehen unter starkem Druck vor ihrem heimischen Publikum".
Befragt zum Unterschied zwischen ihrer Heimatstadt Guiyang mit 10 Millionen Einwohnern und ihrem jetzigen Wohnort Saarbrücken (176.000 Einwohner) meinte sie nur "Ja, da hab ich eben jetzt mehr Ruhe." Und als Moderator Poschmann Glückskekse verteilte, war Huaiwen überrascht: "Die hab ich in China noch nie gesehen."
Mit ihrem Humor begeisterte Huaiwen Xu die Zuschauer, darunter in der ersten Reihe Ehemann Bin Yang, Vereinskollege Kristof Hopp und Bischmisheims Pressesprecher Pascal Blum. Lediglich an der Torwand hatte sie ihre Schwierigkeiten. Aber den flatternden EM-Ball hatte ja schon Torhüteroldie Jens Lehmann kritisiert. Und als Huaiwen beim dritten Versuch immerhin die Wand traf, konnte sie sich über einen gelungenen Besuch in Deutschlands traditionsreichster Sportsendung freuen.
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