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International, Olympia 2008

09.08.2008 06:37

Zittersieg von Marc Zwiebler

Von: Sven Heise

Marc Zwiebler

Marc Zwiebler jubelt nach dem Sieg in Peking. (Foto: BadmintonPhoto.com)

Der deutsche Meister Marc Zwiebler hat mit einem Dreisatzerfolg gegen den Iren Scott Evans die zweite Runde beim olympischen Badmintonturnier erreicht. Das spektakuläre Spiel verlief ähnlich dramatisch wie das Match von Juliane Schenk, doch diesmal mit Happyend für die deutsche Mannschaft.

Schnelle Ballwechsel prägten den ersten Satz. Scott Evans ging 15:12 in Führung, doch Marc schmetterte sich zum Satzgewinn mit 21:18. Im zweiten Satz schien der Spieler vom BC Beuel schon auf dem Weg zum Erfolg, doch trotz 15:13 und 17:16 für Marc erkämpfte sich Evans den Satzausgleich. Nach einem Netzroller von Scott zum 6:3 verhinderte Marc mit einem Hechtsprung einen größeren Rückstand zu Beginn des dritten Satzes. Ein Aufschlagfehler des Iren brachte Marc die 11:9-Führung zum Seitenwechsel. Doch ein eigener Aufschlagfehler folgte direkt nach der Pause und sorgte für leichtes Entsetzen bei den deutschen Fans.

Reine Nervensache war die Endphase des Entscheidungssatzes. 14:12 für Marc, dann 18:15 für Scott Evans nach einem Smash mit gelungenem Netzabsch(l)uss. Was dann folgte, war ein unheimliches Deja Vu. Wie Juliane Schenk glich Marc Zwiebler aus. Mit gutem Auge ließ er einen Clear ins Aus fallen, doch Scott schmetterte zum 19:19. Danach auch für Marc der erste Matchball. Marc spielt den in der Feldmitte wartenden Iren an, der nimmt den Ball überkopf und spielt knapp ins Aus. Riesenjubel bei Marc (Foto), die zweite Runde ist erreicht. 50 Minuten gespielt, 19 Bälle verbraucht, lautet die Statistik. Doch das wichtigste - der deutsche Meister ist eine Runde weiter. Großer Jubel auch bei den Zuschauern, die sich über ein tolles Erstrundenspiel der beiden jungen Akteure freuten.

Der Langenfelder Bundesligaprofi Przemyslaw Wacha besiegte in der ersten Runde den Esten Raul Must 21:14, 21:15. Must spielt ebenfalls in der Bundesliga für den BV Gifhorn. Der Este zeigte eine gute Leistung, musste sich aber am Ende den eindrucksvollen Angriffsbällen des Polen geschlagen geben. In dieser Form ist Wacha auch bei diesem Turnier wieder für eine Überraschung gut.

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