Ohne seine englischen Legionäre Jennifer Wallwark, Robin Middelton und Rajiv Ouseph hatte Aufsteiger Gifhorn gegen Meister Bischmisheim nicht den Hauch einer Chance. Im Topspiel der Badminton Bundesliga siegten die Saarländer 7:1.
Kein Stottern und kein Rattern mehr. Der zu Beginn der Saison noch im Getriebe befindliche Sand scheint endgültig beseitigt. Der Motor schnurrt und die Maschinerie läuft wie geölt. Das musste nun auch der BV Gifhorn erfahren. Am zweiten Spieltag der 1. Badminton-Bundesliga trotzten die Niedersachsen dem heimstarken 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim noch ein 4:4 ab. Jetzt im Rückspiel wurden die Gifhorner in der heimischen Sporthalle am Brandweg vom amtierenden Deutsche Mannschaftsmeister mit 1:7 geradezu überfahren. Die Saarländer gaben nur das dritte Herreneinzel ab – und das auch noch kampflos. Jochen Cassel trat zum Spiel gegen Jan Patrick Helmchen wegen akuter Schulterschmerzen nicht an.
In der von den Gifhornern als „Spiel des Jahres“ bezeichneten Partie kam nur im Damendoppel ansatzweise Spannung auf. Die Bischmisheimerinnen Huaiwen Xu und Johanna Persson benötigten drei Sätze um das Duo Olga Konon und Astrid Hoffmann niederzuringen. Am Ende hieß es 25:23, 15:21, 15:21 für Xu/Persson. „Diese beiden Punkte sind ein wichtiger Schritt in Richtung unseres primären Zieles - dem Erreichen der Play-Offs“, so Thomas Tesche. Und der sportliche Leiter weiter: „Ich hatte heute zu keiner Zeit Sorgen, dass etwas schief laufen könnte. Obwohl unsere Nummer eins, Arvind Bhat, und auch Roman Spitko nicht zur Verfügung standen, war das Spiel doch einseitig und deutlich.“
Angetan war der BCB-Tross von der Stimmung in der „Katzenberg Arena". „Die Halle war proppenvoll und Stimmung klasse. Da hat es unseren Spielern sichtlich Freude gemacht, ihr Bestes zu geben“, meint Tesche. In der Tabelle belegt der BCB nun weiter Platz zwei hinter dem 1. BC Beuel, der die SG EBT Berlin mit 5:3 bezwingen konnte. Im nächsten Spiel trifft auch der BCB auf die Hauptstädter. Mit Berlin kommt am 11. Januar 2009 dann einer der großen Meisterschaftsfavoriten in die Joachim-Deckarm-Halle. Und das Team von der Spree ist ohne Zweifel stärker, als es der derzeitige fünfte Tabellenplatz aussagt. Dabei haben die Saarländer mit einem Sieg gegen die EBTler die Chance, den Einzug in die Play-Off Halbfinalspiele schon vorzeitig perfekt zu machen.