Nach einem 6:2-Erfolg über Langenfeld und einem 8:0 gegen Refrath steht der BC Bischmisheim an der Spitze der Badminton-Bundesliga.
Beim ersten Heimspiel am Samstag besiegte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim den FC Langenfeld mit 6:2. Teammanager Roman Spitko war nach der Partie gegen den Vorjahresdritten vor allem mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben sehr engagiert und mit viel Moral gespielt. Deshalb ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient“, sagte Spitko. Überschattet wurde die Partie von der erneuten Verletzung von Kestutis Navickas. Der Litauer, dessen Oberschenkelzerrung auskuriert schien, biss in seinem Match gegen Przemyslaw Wacha lange die Zähne zusammen, musste dann aber beim Stand von 18:21, 5:7 aufgeben.
Zu diesem Zeitpunkt führte der BCB mit 3:0 durch Siege in den Doppeln. Ungefährdete Punkte holten Emma Wengberg und Olga Konon beim 21:12, 21:4 gegen Ella Diehl und Lisa Hankammer sowie Michael Fuchs und Marcel Reuter beim 21:9, 21:13 gegen Mike Joppien und Philipp Wachenfeld. Härter zu kämpfen hatten Kristof Hopp und Johannes Schöttler gegen Björn Joppien und Przemyslaw Wacha. Nach einem klaren 21:14 für die beiden BCBler im ersten Durchgang, konnte sich in einem ausgeglichenen zweiten Durchgang niemand entscheidend absetzen. Beim Stand von 19:19 war jedoch das Duo aus Langenfeld am Drücker und gewann den Satz 21:19. „Eigentlich hätten wir das Spiel in zwei Sätzen gewinnen können, aber im zweiten waren wir zum Schluss zu ungeduldig“, erklärte Hopp. „Das haben wir im dritten Satz besser gemacht. Da waren wir immer einen Schritt voraus.“ Das BCB-Duo gewann den dritten Durchgang mit 21:18.
Die spannendste und aufreibendste Partie des Tages lieferten sich jedoch Olga Konon und die Weltranglisten-23. Ella Diehl. Im ersten Satz fanden beide Spielerinnen zunächst nur mühsam ins Spiel und leisteten sich unnötige Fehler. In der entscheidenden Phase war es dann Diehl, die konzentrierter spielte und sich den Durchgang 21:18 holte. Doch dann drehte Konon auf. Im zweiten Satz zog sie konsequent ihr Spiel auf, machte Druck und ließ der Russin kaum Zeit zu reagieren. Dementsprechend deutlich hieß es schließlich 21:9 für Konon. Es musste also ein Entscheidungssatz her, in dem sich Konon schließlich selbst ein Bein stellte. Sie ließ von ihrer druckvollen Taktik ab und spielte auf Sicherheit. So konnte ihre Gegnerin die Initiative ergreifen und gewann den Satz 21:16. Konon ärgerte sich über ihre vergebene Chance. „Ich war so nah dran. Ich hätte gewinnen können, aber zum Schluss habe ich zu viel nachgedacht. Ich hätte einfach bei meiner Taktik bleiben sollen“, sagte die 19-Jährige.
Damit war Langenfeld wieder auf 2:3 herangekommen. Doch der BCB ließ sich davon nicht beunruhigen, spielte konsequent und konzentriert weiter. Deshalb geriet der Sieg des BCB auch nicht ins Wanken. Die verbleibenden drei Spiele gingen jeweils in zwei Sätzen an die Saarländer. Kristof Hopp und Emma Wengberg gewannen das Mixed gegen Mike Joppien und Kathrin Wanhoff mit 21:13, 22:20.
Im zweiten Einzel trafen zwei der deutschen Topspieler aufeinander. Dieter Domke setzte sich mit 21:19, 21:14 gegen Björn Joppien durch. "Bei dem Spiel haben wir uns beide nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele Fehler auf beiden Seiten beherrschten den ersten Satz, doch zum Glück habe ich meinen Rhythmus im zweiten Satz gefunden und konnte den zweiten Satz und somit das Spiel für mich entscheiden." äußerte sich Dieter Domke gegenüber Badzine.de.
Marcel Reuter ging gegen Pavel Florian mit 21:6, 21:10 als Sieger vom Platz.
Am Sonntag ließ der BCB ein 8:0 gegen Aufsteiger TV Refrath folgen. Damit zog der BCB in der Tabelle über die gewonnenen Sätze an der ebenfalls noch ungeschlagenen SG EBT Berlin vorbei. „Wir haben erreicht, was wir uns für dieses Wochenende vorgenommen haben und können jetzt in vier Wochen entspannt zu unserem nächsten Spiel nach Berlin fahren“, zeigte sich Teammanager Roman Spitko nach dem vierten Sieg im vierten Spiel zufrieden.
In der Partie gegen Refrath zeigte sich schnell die Überlegenheit des BCB. Dem druckvollen und variablen Spiel des Deutschen Meisters hatte der Aufsteiger nur selten eine passende Antwort entgegen zu setzen. Bischmisheim gewann ohne Satzverlust.