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Bundesliga

15.12.2009 21:31

EBT Berlin schlägt Refrath 5:3

Von: Peter Gütte

Eetu Heino

Eetu Heino. (Archivfoto: Sven Heise)

Ohne drei Stammspieler besiegte EBT Berlin in der Badminton-Bundesliga Aufsteiger Refrath mit 5:3.

EBT gegen Refrath, also der Letzte gegen den derzeit Tabellen - Dritten, da kann doch nichts schief gehen, das ist doch eine klare Angelegenheit. So könnte ein erster Gedanke mutmaßen. Der zweite aber, zumeist etwas differenzierter, offenbart schon eher mögliche Unwägbarkeiten und Unbekannte. Da ist zum Beispiel der Enthusiasmus der ins Hintertreffen geratene Gäste zu bedenken und drückender Ehrgeiz, endlich entscheidend zu punkten. Und so reisten die Aufsteiger der neuen Saison mit einer nicht zu unterschätzenden Mannschaft an, angeführt vom Weltklassespieler Kai Bin Yeoh. Und auch der bulgarische Doppel - Spezialist Metodiev sollte in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden. Hinzu kamen Aufstellungsprobleme  bei den Berliner Gastgebern, denn mit Wong Choong Hann, Aravind Bhat und Chetan Arnand fehlten drei der EBT – Leistungsträger. Sie mussten an diesem Sonntag für ihre Nationalverbände antreten. Die so entstandene Lücke sollten Oliver Witte, Bastian Zimmermann und Karsten Lehmann aus der 2. EBT – Riege möglichst kampfstark schließen. Wie aber wird sich diese 2. Reihe in der 1. schlagen? Durchaus keine unwichtige Frage in solcher Art Gedankenspielen vor dem ersten Ballwechsel! „Nein, aufgeregt bin ich jetzt noch nicht, aber später dann, unmittelbar vor dem ersten Spiel, ganz bestimmt“, so Oliver Witte vor seinem ersten Einsatz in der obersten Spielklasse. Ähnlich Bastian Zimmermann, für ihn das erste Heimspiel. Zeigt man da Gefühle? „Absolut, vor allem, weil es vor heimischer Kulisse ist. Na klar bin ich aufgeregt aber auch freudig erregt.“ Und Karsten Lehmann, wie fühlte er sich vor diesem Seitensprung in oberste Badmintongefilde? „Man ist angespannt, logisch, wenn man so ein Neuling ist!“ Und in genau dieser Hinsicht witterten die Refrather ihre Chance. Denis Nyenhuis sagte es klar und deutlich: „Als wir diese Aufstellung von EBT sahen, rückte für uns ein 4:4 in greifbare Nähe.“ 

Außerordentlich schlagkräftig starteten die Doppel. Bei den Damen  Grether/Schenk gegen Buss/Kölling, bei den Herren Logosz/Dettmann gegen Yeoh/Nyenhuis. Nur schade, denn die Begegnung bei den Damen war schnell beendet. Buss/Kölling mussten infolge Verletzung bereits im 1. Satz aufgeben. Anders der Spielverlauf bei den Herren, denn erst im 3. Satz fällt nach spannendem wechselvollem Spiel die Entscheidung: 21:17 für Logosz/Dettmann! 

Dann das zweite Herren – Doppel und die große Frage: Werden sich die „Neulinge“ Bastian Zimmermann und Karsten Lehmann gegen Metodiev/Schwarz durchsetzen können? Verbissene Ballwechsel prägten diese Auseinandersetzung, die zu einem Schlüsselspiel werden sollte. Jubel in der Samariter, als die EBT - Mannen Satz 1 knapp mit 21:18 für sich entschei-den. Werden sie dieses hohe spielerische Vermögen halten können? Sie halten es und schießen sich beim 20:19 nervenstark zum 21:19 Sieg. Spielstand: 3:0 – Führung für EBT! 

Im dritten Herren – Einzel stehen sich Oliver Witte und Johannes Szilagyi gegenüber. Wenngleich das Ergebnis, 13:21 und 10:21, auch recht eindeutig ausfällt, so sei an dieser Stelle unbedingt die aufwendige Gegenwehr Oliver Wittes erwähnt. Refrath verkürzt auf 1:4! 

Auf Feld 1 entwickelt sich währenddessen ein verbissenes Duell zwischen Eetu Heino und Kai Bin Yeoh. Knallhart ist der Schlussspurt von Yeoh und so schießt er sich im 1. Satz zum 21:16. Die Frage: Wird Eetu Heino gegenhalten und ein 3-Satz-Match erzwingen? Nein, es sieht nicht gut aus, denn Yeoh zieht im 2. auf 11:6 davon und hält den Vorsprung, wenn auch knapp, bis zum 21:18. Punkt für Refrath und nur noch 4:2!

Im letzten Herren – Einzel kreuzen Tim Dettmann und Kai Waldenberger die Schläger, ein Match, wie sich zeigen wird, mit verteilten Chancen. Dennoch entscheidet Waldenberger Satz 1 21:17 für sich und liegt auch im „2.“ durchgängig bis 21:15 vorn. Spielstand nur noch 4:3!

Zur großen Entscheidungsschlacht wird dieses Match allerdings nicht mehr und so ist der Verlauf schnell erzählt. Grether/Logosz beherrschen ihre Gegner  Kölling/Nyenhuis klar und holen mit 21:11 und 21:14 den 5:3 – Siegpunkt für die EBT. „Ich freue mich natürlich über den Sieg, wenngleich ich eher auf ein Unentschieden getippt hatte“, so Manfred Kehrberg, Teammanager der Berliner.

Das Fazit dieses Spieltages: Auch die zweite EBT - Reihe hat bewiesen, dass sie durchaus oben mithalten und gar mitspielen kann. Trotz dieses Sieges bleibt EBT jedoch auf Rang 3, hat allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto.

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