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Bundesliga

01.02.2010 19:59

EBT schlägt Hamburg 7:1

Von: Peter Gütte

Michal Logosz

Michal Logosz von EBT Berlin. (Archivfoto: Sven Heise)

EBT Berlin hat sich am Doppelspieltag der Badminton-Bundesliga mit einem 7:1 gegen Hamburg und einem 6:2 in Gifhorn für die Playoffs qualifiziert. Peter Gütte berichtet vom Heimspiel.

EBT gegen Hamburg, nun da musste man nicht unbedingt übermäßigen Scharfblick beweisen, um klare Verhältnisse zu konstatieren: Die Gäste aus Hamburg auf Tabellenplatz 6, auf 3 die Gastgeber. Überdies ging bereits das erste Duell in dieser Saison mit 6:2 klar an die Berliner. Was sollte da noch schief gehen! „Dieser Auffassung könnte man schon folgen aber es ist eben nur die Papierform“, so nachdenklich Manfred Kehrberg, Teamchef von EBT. „Aber natürlich wollen wir gewinnen und natürlich wollen wir die Punkte!“ 

Nur, Unwägbarkeiten und der Zufall können immer im Spiel sein, so die Philosophie. Und dann auch noch die launige Dame Fortuna. Wer wollte ihr schon trauen! „Nun ja, aber gerade Fortune bräuchten wir heute dringend gegen die Berliner“, lacht Karen Neumann, vor Jahren Spitzenspielerin der Hansestädter und auch heute dabei. Von einer chaotischen Reise nach Berlin erzählt sie: „Der Schnee, strapaziöse Bahnfahrt, Verspätung, das alles hat Kraft gekostet und ist kein gutes Omen für unseren heutigen Auftritt. Aber natürlich wollen wir unseren Gegner ärgern und mit Glück einen Punkt nach Hamburg entführen.“  

Immerhin, die Hamburger sind in Bestbesetzung angereist, die Berliner müssen auf Nicole Grether verzichten. „Sicher ist das ein Handycap für uns“, erklärt Manfred Kehrberg, „bringt uns aber auch in die Situation, andere Spielerinnen planmäßig nachzuziehen, also faktisch auf Bundesliganiveau zu bringen. An diesem Sonntag sind es Anne Reiter und Lisa Deichgräber, die Bundesliga-Höhenluft schnuppern sollen!   

Die beiden Bundesligaelevinnen mussten dann auch gleich aufs Feld, gegen Köhler/Neumann. Bundesliga spielen, ist das anders, aufregender? „In jedem Falle“, erzählen Anne und Lisa, „aber es motiviert auch, macht leicht und locker, denn es erwartet ja niemand von uns, das wir schon gewinnen.“  So war Satz 1 auch schnell mit 14:21 verloren. Anders der Verlauf im 2. Satz. Immer blieben die EBT – Damen auf Tuchfühlung: 18:18! Aber schließlich reichte es nicht. „Wir haben einfach nicht konstant genug gespielt, nicht platziert genug. Die sind eben Profis und diese zwei Klassen Unterschied sind für uns nicht so leicht zu überspringen.“ 

Das 1:0 für Hamburg!

Bei den Herren maßen sich Wong/Logosz und Armstrong/Cwalina, ein von beiden Seiten kompromisslos geführtes 3-Satz-Match, mit besserem Ende für die Berliner.

„1:1, der Ausgleich“, verkündet aufatmend Markus Köster, wie immer Samariter – Hallensprecher. Und nur Augenblicke später das 2:1 für die Berliner. Überraschend schnell hatten Lehmann/Zimmermann, die Hansestädter, Schöttler/Zander, in nur zwei Sätzen niedergerungen! „Wir haben einfach jeden Ball getroffen, haben Druck  gemacht, aus dem sich unsere Gegner einfach nicht befreien konnten“, so glücklich Karsten und Bastian unmittelbar nach ihrem Erfolg. „Alles lief, wir waren hoch konzentriert, es hat uns einfach Spaß gemacht.“     

Verletzungspech, auf Seiten der Hamburger, führt zu zwei weiteren EBT – Punktgewinnen, womit es vor Mixed und erstem Herreneinzel 4:1 steht. In dieser Auseinandersetzung stehen sich Eetu Heino und Sebastian Rduch gegenüber. Kunstvolle Ballwechsel, Schnelligkeit, Sprungkraft, Eleganz und Ästhetik demonstrieren die beiden Kontrahenten in drei atemberaubenden Sätzen. Als schließlich das 21:19 für Eetu Heino fällt, riesiger Jubel in der Samariterhalle. Ebenso umjubelt und beinahe gleichzeitig schießt sich das Berliner Mixed, Schenk/Logozs, nach drei bissig umkämpften Sätzen, zum Sieg und erhöht auf 6:1 für EBT. Der Schluss dieses sehenswerten Badmintonnachmittags ist schnell erzählt: Sicher schlägt EBT - Star Aravind Bhat Sebastian Schöttler in zwei Sätzen und sorgt somit für den 7:1 Endstand.     

Sicher, ein schöner Erfolg für das EBT–Team. Aber mehr noch! Hallensprecher Markus Köster sagt es laut, deutlich und begeistert: „Mit dem heutigen Erfolg sind wir auf dem besten Weg in Richtung Playoffs“, vom sachverständigen Publikum in der wie stets gut besuchten Samariterhalle mit viel Beifall bedacht. Denn was hieße das? Auf alle Fälle spannende und begeisternde Auseinandersetzungen, sowohl für EBT – Team, als auch für Berliner Badminton – Fans. Der Kampf um den Meistertitel hat begonnen!  

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