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National

20.02.2010 18:29

"Ich weiß auch ohne Titel, dass ich der Beste bin"

Von: Sören Bachmann

Für Nikolaj Persson lief es bei den U19-Meisterschaften nicht nach Plan

Nikolaj Persson: Der 18-Jährige vom TSV Trittau will im Sommer nach Saarbrücken ziehen, um am Bundesstützpunkt zu trainieren. Bei den Deutschen U19-Meisterschaften lief es nicht nach Plan.

Vieles kam zusammen an diesen Wettkampftagen von Wesel, so wie auch schon eine Woche zuvor in Bielefeld, nur dass es diesmal lauter negative Dinge waren, die sich zu einem großen Unheil verschmolzen. Am Ende dann stand Nikolaj Persson der Ärger ins Gesicht geschrieben, ihm, der bei den deutschen Badminton-Meisterschaften der Herren noch so überragend gespielt und Rang drei erreicht hatte. Nun also war er wieder Dritter bei nationalen Titelkämpfen geworden, diesmal als Topfavorit statt als Außenseiter, was für eine Enttäuschung für den Titelverteidiger im Turnier der Altersklasse U 19.

Ein Stück weit zumindest sei der strenge Winter schuld an diesem Missgeschick, sagte das Stormarner Ausnahmetalent im Trikot des TSV Trittau, er sei gestürzt auf dem glatten Gehweg, auf die Schulter gefallen. "Bei den Schlägen von hinten konnte ich nicht richtig draufhauen", sagte der 18-Jährige, "von Spiel zu Spiel wurde es schlimmer. Ich hatte nicht gedacht, dass es mich so beeinträchtigen würde."

Zu einem guten Teil aber mag auch der Erfolg von Bielefeld noch eine Rolle gespielt haben, der Wechsel von Jäger zum Gejagten. In der Rundsporthalle Wesel lief es von vornherein holprig für Stormarns große Goldhoffnung, schon im Auftaktmatch gegen Raphael Beck (RV Refrath) und im Viertelfinale gegen Peter Lang (TuS Schwanheim) benötigte Persson jeweils drei Sätze. Dann wartete sein Dauerrivale Andreas Heinz (TG Hanau). Mit 17:14 führte der Trittauer schon im Entscheidungssatz, "aber mir fehlte die rechte Lust, der letzte Biss", sagte er. "Mein Gegner hat extrem gekämpft, und ich hatte Pech bei zwei knappen Bällen." Das 19:21, 21:17, 19:21 bedeutete das Aus.

Im Sommer will Persson nach Saarbrücken ziehen, am Stützpunkt des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) trainieren. Von seinem Selbstvertrauen hat er nichts eingebüßt nach seinen letzten Deutschen Jugendmeisterschaften. "Ich brauche diesen Titel nicht, denn ich weiß auch so, dass ich besser bin als die anderen", sagte er. "Die Niederlage ist deshalb nicht so tragisch, auch wenn es einen schon stört, bei der Siegerehrung als Dritter am Rand zu stehen, wo man eigentlich gar nicht hingehört."

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