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National

07.04.2010 13:30

"Goldmedaille als verdienter Lohn"

Von: Manuel Rösler

Holger Hasse: "Wir haben alle hart für den Sieg gearbeitet"

Bundesjugendtrainer Holger Hasse erklärt im Badzine-Interview, welchen Stellenwert der Sieg beim Six-Nations hat - und weshalb er und sein Team optimistisch in die U19-WM in Mexiko starten.

BADZINE: Holger, Glückwunsch zum Sieg beim Six-Nations. Welchen Stellenwert hat der Triumph für den DBV?
Holger Hasse: Vielen Dank! Der Sieg hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Die Spieler an erster Stelle, sowie viele Menschen im DBV, an den Nachwuchsstützpunkten und im näheren Umfeld der Spieler haben hart dafür gearbeitet und in den letzten Jahren sehr viel investiert. Die Goldmedaille war nun der verdiente Lohn. Wir freuen uns daher riesig und konnten die Zeit in Ishoj absolut genießen!
 
BADZINE: Ist das Ergebnis für dich ein überraschendes oder konnte damit im Vorfeld gerechnet werden?
Hasse: Das klar erklärte Ziel war die Goldmedaille. Auch wenn ich wusste, dass es ein sehr hohes Ziel war – für viele ein unerreichbares – habe ich daran geglaubt. Zum einen, weil es nach einigen Medaillengewinnen der Vergangenheit die nächste logische Steigerung darstellt. Zum anderen, weil wir in diesem Jahr ein super Team und hervorragende Individualisten aufstellen konnten.
 
BADZINE: Wieso waren einige Topspieler, u.a. Nikolaj Persson, nicht mit dabei?

Hasse: Nikolaj Persson hatte aufgrund seines Abiturs einen anderen Terminplan. Kurzfristig wegen Krankheit ausgefallen sind Inken Wienefeld und Alina Hammes. Lena Bonnie und Kira Kattenbeck rutschen kurzfristig nach und haben ihre Sache sehr gut gemacht.
 
BADZINE: In Ishöj hast du den jungen Dänen Viktor Axelsen gesehen. Wie ist dein Eindruck von dem erst 16-Jährigen?
Hasse: Viktor ist ein herausragendes Talent und alle in Europa können sich darüber freuen. Er strahlt eine unglaubliche Präsenz und mentale Stärke auf dem Court aus und kann später ein ganz Großer werden. Denn er ist jetzt schon sehr stark, aber verfügt technisch und physisch noch über viel Potenzial.
 
BADZINE: In wenigen Tagen stehen in Mexiko die U19-Weltmeisterschaften an. Mit welchen Zielen geht ihr in das Turnier?
Hasse: Zunächst haben wir uns mit der Mannschaft mit Österreich und Japan in der Gruppe auseinander zu setzen. Mani Ernst hat als Jugend-Nationaltrainer für Österreich in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Daher gehen wir mit viel Respekt in diese Begegnung, auch wenn es das klare Ziel ist, dieses Spiel zu gewinnen. Gegen Japan wäre der Sieg ein Traum. Ich kenne das japanische Team nicht gut genug, um zu sagen, ob es möglich ist. Wir werden aber in den kommenden Tagen hart daran arbeiten, dass aus dem Traum eine Vision und ein dann ein klares Ziel werden kann. Dann versuchen wir das Unmögliche möglich zu machen. Parallel dazu müssen wir nach den jüngsten Erfolgen auf dem Teppich bleiben, uns auf uns selbst konzentrieren und Schritt für Schritt denken, um wieder die optimale Leistung herauszuholen.

BADZINE: Gibt es noch Bedenken bzgl. des Ausrichterorts?
Hasse: Was Guadalajara als Austragungsort anbelangt, sind wir optimistisch. Die BWF hat nach unseren Interventionen viel unternommen, um die Sicherheit und Gesundheit Aller sicherzustellen. Thomas Lohwieser hat als Delegationsleiter im Vorfeld unglaublich viel daran gearbeitet, dass wir vor Ort die besten Bedingungen haben.

Vielen Dank für das Gespräch.

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