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International

06.05.2010 12:25

Gunalan: "China fehlt es an Teamgeist"

Von: Manuel Rösler

Punch Gunalan war bei Malaysias Triumph im Jahr 1992 Team-Chef [BadmintonPhoto]

Punch Gunalan, der einst mächtigste Badminton-Offizielle der Welt, meldet sich rechtzeitig vor dem Thomas-/Uber-Cup in Malaysia zu Wort. Der 66-Jährige, der vor zwei Jahren als Deputy-President der BWF per Misstrauensvotum abgewählt wurde, verfolgt seinen Sport noch mit großer Leidenschaft.

Er war bei Malaysias letztem Thomas-Cup-Sieg im Jahr 1992 der Teamchef. In einem Interview mit der Tageszeitung "TheStar" erklärt Gunalan, warum er in diesem Jahr an Malaysia glaubt. "China sehe ich als leichten Favoriten gegenüber den anderen Topteams. Der einzige Bereich, in dem die Chinesen nicht gut sind, ist der Team-Spirit. Sie haben viele Individualisten in der Mannschaft. Jeder ist für sich."

"Ich erinnere mich noch gut an 1992. Unser Teamgeist war nicht zu übertreffen. Wir haben gewußt, dass wir so schnell nicht wieder die Chance bekommen, diesen Pokal zu gewinnen und deshalb haben alle an einem Strang gezogen."

"Wer den Cup will, muss China schlagen"

Als Topfavoriten auf den Sieg sieht Gunalan die üblichen Verdächtigen. Neben Titelverteidiger China, noch Korea, Indonesien, Dänemark und Malaysia. "Wir (Malaysia, Anm. d. Red.) haben zwei aktuelle Weltranglisten-Erste. Sollten Lee Chong Wei und Koo Kien Keat-Tan Boon Heong uns in Führung bringen, hätte China im möglichen Semifinale viel Druck. Dann können wir das schaffen. Für mich ist eins klar: Wer den Cup gewinnen will, wird China schlagen müssen."

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