Vor ungefähr einem Jahr hat der ehemalige Nationalspieler Roman Spitko seine aktive Karriere als Leistungssportler beendet. Mit Badzine.de spricht der Deutsche Meister im Herrendoppel von 2007 über nicht existierende Entzugserscheinungen, seinen stressigen Alltag und verrät, dass er gerade seinen A-Trainerschein macht.
BADZINE: Roman, was machst du momentan?
Roman Spitko: Nachdem ich mit dem Sport mit dem Ende der letzten Saison aufgehört habe, bin ich direkt in eine Festanstellung bei meinem Arbeitgeber übergegangen. Seitdem arbeite ich bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in der Zentrale in Saarbrücken und als Dozent im Bereich BWL und Marketing. Zudem absolviere ich momentan den A-Trainerausbildung im DBV und ein Weiterbildungsstudium zum Master in Law.
BADZINE: Hat der direkte Berufseinstieg geklappt?
Spitko: Die Umstellung ging ohne Probleme. Hatte direkt viele Aufgaben bei meinem Arbeitgeber zu übernehmen, so dass eigentlich keine Zeit blieb, überhaupt an Sport geschweige denn Leistungssport zu denken.
BADZINE: Gar keine Entzugserscheinungen gehabt?
Spitko: Nein, keine. Wenn ich meine Spieler im Training sehe oder auch die Spieler des OSPs, die teilweise vor uns trainieren, dann hätte ich zur Zeit keine Energie mehr diese Qualen und Anstrengungen auf mich zu nehmen. Da hab ich schon genug gelitten die letzten Jahre. Und einfach nur ein bißchen spielen macht mir keinen so richtigen Spass. Entweder ganz oder eben gar nicht.
BADZINE: Wirst du dem Badmintonsport weiter erhalten bleiben?
Spitko: Ja! Mache ja gerade meinen Trainerschein und geb seit einem Jahr auch schon Training bei uns hier in Bischmisheim. Ich denke sobald der A-Trainer und das Studium fertig sind, werd ich auch nochmal mit unseren Spielern das ein oder andere Turnier besuchen. So wie es aussieht, werde ich selber jedoch nicht mehr zum Schläger greifen. Den hatte ich lange genug in der Hand.
Macht bis jetzt alles super viel Spass und ich bin überzeugt davon, dass wir in naher Zukunft mit unseren Spielern und guter Trainingsarbeit an die Erfolge der ersten Mannschaft anknüpfen können. Das sind zwar ambitionierte Ziele, aber auch eine schöne Herausforderung. Da wir die letzten Wochen und Monate aber schon viel bewegt haben und ein gutes "Set Up" haben, werden wir das auch schaffen!
Vielen Dank für das Gespräch!