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Persönlich

19.07.2010 12:03

Domke: "Am Ende fehlte die Power"

Von: Manuel Rösler

Domke: "Es ist was Besonderers gegen Taufik zu spielen" [BadmintonPhoto.com]

Dieter Domke befindet sich auf dem Weg nach oben. Beim Thomas-Cup-Finale schlug er Dänemarks Jan Ø. Jørgensen und jetzt brachte er im Semifinale der Canada Open Superstar Taufik Hidayat in arge Bedrängnis. Badzine.de sprach mit Dieter Domke über das Turnier in Nordamerika.

BADZINE: Dieter, zufrieden mit der Leistung in Kanada?

Dieter Domke: Ja, ich bin allgemein sehr zufrieden mit dem Turnier in Richmond. In den letzten zwei Monaten standen bei uns in Saarbrücken die Bereiche Ausdauer und Kraft im Vordergrund, deshalb haben wir alle noch nicht so viel Spielpraxis sammeln können. Umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt schon viele Sachen in meinem Spiel umsetzen konnte und so einige gute Spieler aus Asien geschlagen habe.

BADZINE: Erzähl mal bitte, wie ist es gegen Taufik Hidayat zu spielen?

Domke
: Natürlich ist es was Besonderes gegen einen Spieler wie Taufik zu spielen, doch im Spiel konnte ich relativ schnell die anfängliche Nervosität ablegen und ein gutes Spiel abliefern. Wie erwartet war Taufik sehr stark in seinem Angriff, da er sehr harte und variable Schläge gespielt hat. Leider war auch seine Abwehr nicht weniger stark, doch mir ist es stellenweise gelungen ihn mit meinen Angriffsschlägen enorm unter Druck zu setzen - wodurch ich viel Punkte machen konnte. Mit der zunehmenden Dauer des Spiels bin ich immer besser reingekommen und konnte ihm so mein Spiel aufdrücken.

Dank einer sehr guten Phase im zweiten Satz konnte ich diesen dann auch gewinnen. Da mich das Turnier und besonders die ersten beiden Sätze viel Kraft gekostet haben, konnte ich irgendwann das Tempo der ersten beiden Sätze nicht mehr halten und musste viele Angriffspunkte über mich ergehen lassen.

Taufik war am Ende des Spiels einfach der besser Spieler und damit der verdiente Sieger. Was mich jedoch sehr zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass ich in der Lage bin mit meinem Spiel sogar Weltklassespieler wie Taufik Hidayat oder Jan Ø. Jørgensen enorm unter Druck zu setzen bzw. zu besiegen.

BADZINE: Worauf führst du deine tolle Form der letzten Wochen zurück?

Domke: Da ich in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen geplagt war, konnte ich in den letzten zwei Jahren nicht kontinuierlich trainieren. In der ersten Hälfte des Jahres blieb ich verletzungsfrei und so konnte ich viele Turniere spielen und lange Zeit am Stück trainieren. Nun hoffe ich, dass die Verletzungen vorbei sind und ich werde mein Bestes geben, um weiter in der Weltrangliste zu steigen und viele gute Turniere zu spielen, damit Marc auch wieder ein bisschen mehr Gesellschaft in Asien hat (lacht).

Vielen Dank für das Gespräch.

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