Taufik Hidayat, der Olympiasieger von 2004, hat das WM-Finale in Paris erreicht. "Morgen will ich den Titel holen." sagte der Superstar nach einem grandiosen Halbfinalsieg über den Koreaner Sung Hwan Park.
Der Zauberer ist zurück - nach fünf Jahren Pause steht Taufik Hidayat wieder im Finale einer Badminton-Weltmeisterschaft. In Anaheim hatte er 2005 die Goldmedaille gewonnen.
"Ich habe fünf Jahre lang umsonst geschwitzt. Das war eine viel zu lange Pause. Jetzt will ich endlich wieder den Titel holen. Beim Super Series Turnier im letzten Jahr in Paris war ich im Finale. Ich habe keinen Druck für morgen." sagte Taufik, der während des gesamten Matches keine Gefühlsregung zeigte.
In einem sensationellen ersten Satz, in dem der Indonesier wieder einmal zeigte, dass ihm spielerisch niemand das Wasser reichen kann, hatte Sung Hwan Park zu viel Respekt und ließ sich mit 10:21 überfahren. In der ausverkauften Halle konnte der Koreaner den zweiten Satz dann ausgeglichen gestalten. Taufik zeigte aber wieder einmal, dass ihn ein Rückstand überhaupt nicht beeindruckt. 12:15 und dann sogar 18:20 lag er hinten. Mit einem Netzroller schaffte der in schwarz gekleidete Hidayat den Ausgleich. Nach dem 21:20 zeigte er zum ersten Mal die Faust und mit einer unglaublichen Tempoverschärfung im letzten Ballwechsel verwandelte er seinen ersten Matchball unter dem frenetischen Jubel der französischen Fans.
Die anschließende Pressekonferenz beendete er jedoch nicht ohne Kritik an der Badminton World Federation. "Jedes Jahr eine WM ist langweilig. Gewinnt man ein Jahr nicht, kann man es im nächsten Jahr wieder versuchen. Das ist wie Super Series. Die Asien Games sind wie Olympia nur alle vier Jahre, daher habe ich diesen Titel als bedeutender bezeichnet. Es wäre besser, die Weltmeisterschaft nur alle zwei Jahre auszutragen. Aber heute bin ich glücklich, dass ich das Endspiel erreicht habe."