Chinas Teamchef Li Yong-bo hat die Erwartungen im Vorfeld der WM in Paris kräftig heruntergeschraubt. War der ehemalige Weltklassespieler in den letzten Jahren stets der Überzeugung, seine Asse aus dem Reich der Mitte können bei Weltmeisterschaften in allen fünf Disziplinen die Goldmedaille holen, so gibt er sich in diesem Jahr kleinlaut.
"Natürlich will ich alle fünf Weltmeistertitel. Aber in diesem Jahr bin ich da weniger optimistisch", erklärt er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist auch unmöglich, besser abzuschneiden als im letzten Jahr." Damals krönte sich China mit vier Weltmeistertiteln zur besten Nation in Hyderabad. Doch in Paris sieht es aus der Sicht Yong-bos ganz anders aus. "Den Damen steckt immer noch die Niederlage im Uber-Cup-Finale in den Knochen. Und Fu Haifeng und Cai Yun sind weit von der Bestform entfernt. Auch konnten sie in den letzten Monaten wenig Matchpraxis sammeln." Anders verhält es sich mit dem dreimaligen Champion Lin Dan, den sein Trainer immer noch für den besten Einzelspieler der Welt hält. "Lin Dan hat jüngst gute Ergebnisse erzielt. Ich denke, dass er Lee Chong Wei im Semfinale schlagen wird. Genauso wie beim Thomas-Cup in Malaysia. Ich hoffe, dass er seinen vierten Titel holen wird. Mit insgesamt drei Goldmedaillen wäre ich in diesem Jahr sehr zufrieden."
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