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National, Persönlich

13.02.2011 21:47

Hannes Käsbauer will alle seine Einzel gewinnen

Von: Michael Stauner

Hannes Kaesbauer am Ball [Foto/Archiv: Sven Heise]

Hannes Käsbauer ist mit seinem Bruder Peter ins Halbfinale bei der Deutschen Meisterschaft 2011 eingezogen. Um ein Haar hätte das Geschwisterpaar die späteren Sieger geschlagen. Dabei spielt Hannes Käsbauer eigentlich gar kein Doppel. Er greift lieber im Einzel an. Dort will er in der Rückrunde alle Spiele im zweiten Herreneinzel in der Badminton-Bundesliga für den PTSV Rosenheim gewinnen. Mit Michael Stauner sprach er vor der Partie gegen den VfL 93 Hamburg über seine Ziele und seine aktuellen Leistungen.

 BADZINE: Du wurdest Anfang Februar bei den Deutschen Meisterschaften (DM) mit dem Markus-Keck-Gedächtnispokal für sportlich und menschlich vorbildliches Verhalten ausgezeichnet. Was bedeutet dir dieser Preis?

Hannes Käsbauer: Zunächst einmal kam diese Auszeichnung sehr überraschend. Ich habe mich sehr darüber gefreut, fühle mich sehr geehrt. Wenn ich mir durchlese, wer alles draufsteht... Birgit Overzier, Martin Kranitz, Kerstin Ubben... Leute, die was für den Sport getan haben.

BADZINE: Mit deinem Bruder Peter hast du im Doppel-Halbfinale bei der DM den späteren Siegern Ingo Kindervater und Johannes Schöttler beim 21:6, 19:21, 21:19 einen Satz abgenommen. Mehr als Michael Fuchs und dein Teamkollege Oliver Roth im Finale geschafft haben. Greifst du jetzt auch im Doppel an?

Käsbauer: Im dritten haben wir mit 19:17 geführt. Beim 19:18 war eine Schiedsrichterentscheidung – dann haben sie ihre Routine ausgespielt, bei denen sie ihre Weltklasse unterstrichen haben. Das Spiel ist auf youtube. Der Zuschauer, der es aufgenommen hat, hat bei dieser Entscheidung eine Zeitlupe und eine Megazeitlupe eingebaut. Die Schiedsrichterentscheidung hat uns aber nicht beeinflusst. Insgesamt war es ein geiles Spiel. Ich habe schon länger kein Doppel mehr gespielt und noch länger nicht mit Peter.

BADZINE: Im Einzel war bei der DM im Achtelfinale gegen Marc Zwiebler Schluss. Bist du mit deiner Leistung zufrieden?

Käsbauer: Ja. Vor allem mit dem zweiten Satz. Der war sehr gut (Anmerkung: 21:18). Ich war nah dran, den zu gewinnen. Im ersten Satz habe ich noch gehemmt gespielt. Im zweiten Satz habe ich gezeigt, was ich kann und konnte ihn offen gestalten.

BADZINE: Dein Teamkollege Lukas Schmidt hat Sven Eric Kastens und Marcel Reuter geschlagen und das Finale erreicht. Bist du stolz auf Lukas?

Käsbauer: Auf jeden Fall. Er hat endlich mal gezeigt, was er drauf hat, und routinierte Gegner geschlagen. Er hat das gute Los genutzt, das muss man auch erstmal schaffen. Anfangs hat er gewackelt, sich dann aber gesteigert. In den Wochen davor haben wir viel zusammen trainiert, waren dadurch auf der "Deutschen" beide gut drauf. Ich hatte aber Lospech.

BADZINE: Drei Einzel hast du in der Liga schon gewonnen. Gegen Kastens in der Hinrunde aber nicht. Du spielst inzwischen nicht mehr das erste, sondern das zweite Einzel. Werden's jetzt mehr Siege?

Käsbauer: Der Einzeltausch zur Rückrunde war abgesprochen, damit sowohl Lukas als auch ich gegen die Topleute spielen können. Da eh keiner absteigt und ich jetzt im zweiten Herreneinzel alle Spiele gewinne, nimmt sich's nichts.

BADZINE: Was sind deine Ziele für 2011?

Käsbauer: Ich möchte auf jeden Fall international das, was ich drauf habe, auf's Feld bringen und dadurch in der Weltrangliste nach vorne kommen. Da bin ich abgerutscht. Ein Ergebnisziel wäre ein Halbfinaleinzug bei einem internationalen Turnier.

Danke für das Interview!

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