Josche Zurwonne spielt für sein Leben gerne Badminton. Trotzdem freut er sich darauf, dass er das Racket jetzt eine Woche lang nicht aus der Tasche holen muss. Der Lüdinghauser, der am Bundesstützpunkt in Saarbrücken lebt und in der saarländischen Landeshauptstadt studiert, hat vom Verband eine Woche Urlaub bekommen. Er wird die Zeit ohne Badminton genießen. Nach der stressigen Saison mit vielen Reisen ist der Spieler des Bundesligisten Union Lüdinghausen platt.
Der 22-Jährige ist aber auch glücklich. Mit seinem Doppelpartner Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim hat sich Zurwonne - wie berichtet - bei den Spanish Open in Madrid im Herrendoppel bis ins Finale vorgekämpft. Im Endspiel unterlagen die an Position vier gesetzten Deutschen am Sonntag den Polen Adam Cwalina und Michal Logosz mit 14:21 und 11:21. „Da war unser Akku leer. Die Gegner waren schneller, frischer und einfach besser“, gestand Zurwonne. Dennoch haben er und Käsbauer in Spanien viele Punkte für die Weltrangliste im Herrendoppel gesammelt. „Wir sind jetzt auf jeden Fall in der Top 50. Und damit haben wir unser Saisonziel erreicht“, strahlte der Unionist.
In Madrid hatten die Deutschen in der ersten Runde spielfrei. In der zweiten schalteten sie in drei Sätzen ein bulgarisches Duo aus. Dann folgte im Viertelfinale am Samstag der Clou: Gegen die hoch gehandelten Japaner Saeki und Taohata setzten sich Zurwonne und Käsbauer mit 23:21 und 23:21 durch. „Wir hatten jeweils Satzball, dann Satzball gegen uns und haben dann noch gewonnen“, berichtete Zurwonne. Am Abend im Halbfinale siegten sie 21:12 und 21:18 gegen die Kroaten Hölbling und Dukinjak. „Dass wir ins Finale kommen, konnte man nicht erwarten. Das war eine positive Überraschung“, so Zurwonne.
Eine Woche zuvor bei einem Turnier in Slowenien mussten sich Zurwonne und Käsbauer im Halbfinale verabschieden. Dort war für den Unionisten auch an der Seite von Carla Nelte (TV Refrath) im Mixed Feierabend. „Zwei Mal Halbfinale und einmal Finale - ich bin glücklich mit den Turnieren“, meinte Zurwonne.
Jetzt hofft er auf eine Nominierung für die Universiade. Die Weltsportspiele der Studenten finden Anfang August in China statt. „Es sieht gut aus, die offizielle Nominierung erfolgt aber erst in einigen Wochen“, sagt Zurwonne.
Der Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Westfälischen Nachrichten (Lüdinghausen) veröffentlicht. Hier geht es zum Original-Artikel.