Kim Buss war die erfolgreichste Spielerin bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Ilmenau. Die Studentin von der Uni Duisburg-Essen gewann die Titel im Einzel und Doppel.
Vom zweiten bis fünften Juni fanden an der TU Ilmenau im Thüringer Wald die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Badminton statt. Nach Dresden 1991 und Berlin 2001 wurde die Veranstaltung erneut in einem der östlichen Bundesländer ausgetragen. Am Mittwoch, dem Anreisetag, wurden nach zähem Kampf durch den „langes-Wochenende-Verkehr“ noch spätabends im Scheinwerferlicht die Zelte auf dem Campus der TU Ilmenau aufgebaut, und man begrüßte herzlich die frisch eintreffenden Unis.
Nach erfolgter Akkreditierung und Eröffnung durch den Landrat Dr. B. Kaufhold, die Leiterin des Universitätssportzentrums Uli Reinhardt, sowie Professor Jürgen Schäfer, Disziplinchef Badminton im adh 1973 bis 1981, konnten am Donnerstag ab 13 Uhr die Wettkämpfe beginnen.
In der Campussporthalle wurde das Final Four Turnier auf vier von der Firma Yonex aufgebauten Spielfeldmatten gespielt, in der Ilm-Sporthalle auf weiteren neun Feldern die Qualifikation im Einzel gespielt. Die Turnierleitung in der Campushalle wurde dabei souverän durch den Referee Kay Pfennighaus abgewickelt, in der Ilm Sporthalle unterstützte der 1. BC Ilmenau die Abwicklung des Turniers.
Im ersten Halbfinale des Final Four Turniers lag die Wettkampfgemeinschaft (WG) Saarbrücken nach den Doppeln überraschend gegen die WG Münster 1:3 im Rückstand, konnte jedoch die verbleibenden vier Spiele für sich entscheiden und zog somit in das Finale ein. Im zweiten Halbfinale ging es noch enger zu. Die WG Köln setzte sich mit 4:4 Spielen und 9:8 Sätzen in einem hart umkämpften Spiel gegen die WG München durch, und taucht wieder an der Spitze des deutschen Universitäts-Badminton auf.
Die WG München hielt sich im Spiel um den dritten Platz schadlos, und besiegte den Final Four Neuling WG Münster mit 5:3. Im Finale konnten die Saarländer nach dem verlorenen Damendoppel beide Herrendoppel gewinnen und somit mit 2:1 in Führung gehen. Das anschließende Dameneinzel gewann Köln, das Mixed ging an die WG Saarbrücken. So mussten die drei Herreneinzel die Entscheidung bringen. Die Saarländer, die mit den beiden Universiadekandidaten Peter Käsbauer und Lukas Schmidt antraten (Josche Zurwonne verletzte sich beim Länderspiel in Emden), sicherten sich zwei der drei Einzel und konnten sich über das 5:3 und den damit verbundenen Titel des Deutschen Hochschulmannschaftsmeisters freuen. Am Abend richtete die TU Ilmenau einen Spielerempfang mit Livemusik, warmen Buffet und persönlicher Begrüßung durch den Rektor der TU Ilmenau Prof. Peter Scharff aus. Im Rahmen der Abendveranstaltung erhielt die WG Saarbrücken den neuen, von der TU gestifteten, Wanderpokal für den Mannschaftsmeister.
Am Freitag wurden die Halbfinalisten im Herren- und Damen-Einzel ausgespielt. Bei den Herren konnten sich mit Kay Waldenberger, Daniel Benz, Mathieu Pohl und Philipp Wachenfeld arrivierte Spieler durchsetzen. Auch im Dameneinzel setzten sich die Favoritinnen Mona Reich, Kim Buss, Eva Damm und Mette Stahlberg durch.
Am Samstag wurden am Vormittag die Turnierfelder im Herren- und Damendoppel ausgespielt, am Nachmittag das Mixed. Auch in den Doppeldisziplinen konnten sich weitestgehend die gesetzten Spieler aus der ersten und zweiten Bundesliga durchsetzen. Am Sonntagvormittag wurden die Halbfinalspiele in der Campus Halle ausgetragen, ab 13 Uhr dann die Finalspiele mit den folgenden Ergebnissen:
HE: Kai Waldenberger (DSHS Köln) - Daniel Benz (Uni Frankfurt/Main) 21:16 13:21 22:20
DE: Kim Buss (Uni Duisburg-Essen) - Mona Reich (Uni Mainz) 21:10 21:10
HD: Daniel Benz & Robert Georg (UNI Frankfurt a. Main/UNI Mainz) - Christopher Fix & Steffen Peterskovsky (Uni Frankfurt/Main) 19:21 21:18 21:14
DD: Kim Buss & Laura Ufermann (UNI Duisburg-Essen) - Sandra Emrich & Mona Reich (UNI Mainz) 21:15 21:14
MX: Philipp Wachenfeld & Fabienne Köhler (UNI Düsseldorf/DSHS Köln) - Benjamin Placzek & Laura Ufermann (TU München/UNI Duisburg-Essen) 21:8 21:11
Kim Buss ist damit die einzige doppelte Titelträgerin und die DSHS Köln ist nach langen Jahren wieder aus der sportlichen Versenkung aufgetaucht. Viele der Medaillengewinner werden sich bereits in 14 Tagen bei der achten Uni-EM in Kharkov / Ukraine (www.eubc2011.com) wiedersehen.
Nach vier langen Tagen mit Wettkämpfen auf hohem sportlichem Niveau, gemeinsamen Zeltlager bei schönstem Sonnenschein, und toll ausgerichtetem Rahmenprogramm ging es durch den dichten Verkehr nach Hause quer durch die Republik. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen bei der DHM 2012, die vom 17.-20. Mai terminiert ist, aber noch einer ausrichtenden Uni bedarf.
Mein abschließender Dank geht an Uli Reinhardt, Jürgen Schäfer und Kay Pfennighaus, sowie alle weiteren Beteiligten der TU Ilmenau, dem BC Ilmenau, der Firma Yonex und allen weiteren Sponsoren der Veranstaltung.
Fotos: Bastian Kruse