„Man muss anerkennen, dass die Dänen derzeit Abstand zu uns haben, wir können aber mit der Leistung unserer Spieler zufrieden sein.“ äußerte sich Bundestrainer Holger Hasse nach der Jugend-Länderspielserie, bei der Dänemark alle vier Begegnungen gewann.
Im Rahmen der traditionellen Freundschafts-Länderspiele unmittelbar vor dem „Langenfeld-Cup“, einem Jugendturnier unter Beteiligung von Europas leistungsstärksten Spielerinnen und Spielern, musste sich Deutschlands Badminton-Nachwuchs in diesem Jahr in allen drei Altersklassen und insgesamt vier Partien den gleichaltrigen Assen aus Dänemark geschlagen geben.
Die U19- Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), die sich im April 2011 – allerdings in anderer Besetzung – zum Jugend-Europameister gekrönt hatte, unterlag den Nordeuropäern sowohl am 24. August in Mölln (Schleswig-Holstein) als auch einen Tag später in Vechta (Niedersachsen) mit 1:6. Bei den am 25. August zeitgleich in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein- Westfalen) ausgetragenen Begegnungen in den Altersklassen U17 und U15 verpassten die U17er bei ihrer 4:5-Niederlage den Sieg knapp, während das U15-Team mit 3:6 unterlag.
Bundesjugendtrainer Holger Hasse zog dennoch ein insgesamt positives Fazit der Partien: „Man muss anerkennen, dass die Dänen derzeit Abstand zu uns haben, wir können aber mit der Leistung unserer Spieler zufrieden sein. Sie haben gezeigt, dass wir dran sind beziehungsweise dass wir an die Dänen herankommen wollen. Die U17er hatten sogar die Möglichkeit zu gewinnen.“
Der Coach wies darauf hin, dass Deutschland seit mehr als zehn Jahren bewusst die Spitzennation Dänemark als Gegner für die Freundschafts-Länderspiele auswählt, um einen entsprechenden Maßstab zu haben. „Wir befinden uns jetzt ganz am Anfang der Saison. Erfahrungsgemäß steigern wir uns im Laufe der Saison deutlich. Der Zeitpunkt für die Länderspiele ist somit optimal. Unsere Spieler sind motiviert, im Training und im Wettkampf an den Dingen zu arbeiten, die jetzt noch verbesserungswürdig sind“, meinte Holger Hasse.
Zur besonderen Freude der Badmintonfans in Mölln sorgte am Mittwoch Lokalmatadorin Franziska Volkmann (Horner TV) für den „Ehrenpunkt“ zugunsten der deutschen U19-Mannschaft. Die 17- Jährige, die in der Kleinstadt in Schleswig-Holstein geboren wurde und einige Jahre beim Möllner SV, Mitausrichter des Länderspiels, aktiv war, gewann gemeinsam mit Anika Dörr (SV Fun-Ball Dortelweil) das Damendoppel.
Am Donnerstag gelang Malte Laibacher (BC Hohenlimburg) im 2. Herreneinzel der einzige Sieg für die DBV-Auswahl. Er hatte erst tags zuvor sein Länderspiel-Debüt verzeichnet.