Man könnte meinen, dass die Chinesen es daheim auf die Spitze getrieben haben. Vielleicht wollten sie auch nur das neue System des Weltverbandes testen. Die BWF hat aufgrund jüngster Vorfälle eine Kontrolle etabliert, die sich speziell mit Spielmanipulation beschäftigt.
Wie auch immer, die jüngsten Vorfälle beim China Masters bestätigen einmal mehr, dass China die Badminton-Welt regelrecht verarscht. Beispiele gefällig? Viertelfinale im Mixed: Die topgesetzten Zhang Yan und Yao Zhunlei geben das Match beim Stand von 1-1 gegen Xu Chen/Ma Chin im zweiten Satz auf. Übrigens gab es das Match vor knapp einem Jahr schon einmal - und auch hier gab es eine Aufgabe im zweiten Satz. Damals allerdings hörten Xu Chen und Ma Chin einfach auf.
Im heutigen Finale gab es dann gleich zwei Aufgaben. Im Dameneinzel beendete Yanjiao Jiang das Match mitten im zweiten Satz. Auch im rein chinesischen Damendoppel wurde nur ein Satz gespielt. Man munkelt, dass es eine Anordung von Chinas Teamchef Li Yong-bo gab, sich für die Japan Open ab Montag zu schonen. Auch das Semifinale zwischen dem bislang so dominaten Lin Dan und seinem Landsmann Chen Jin, der seit seinem WM-Titel 2010 seiner Form hinterherläuft, soll nicht mit rechten Dingen abgelaufen sein. Schenkte hier der mehrfache Weltmeister seinem Landsmann Chen Jin erneut das Weiterkommen und damit wichtige Punkte für die Olympiaquali? Schwer zu glauben, dass Chen Jin plötzlich in der Lage ist, seinen Landsmann in zwei Sätzen zu schlagen.
Einmal mehr ist nun der Weltverband gefragt, diese chinesischen Aktionen sofort zu unterbinden und hart zu bestrafen. Es ist eine Beleidigung für die gesamte Sportart.