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International

25.09.2011 23:19

Der Mann, der die Fäden zieht

Von: Redaktion/DH

Chinas Badminton-Diktator Li Yongbo [Foto: BadmintonPhoto.com]

Und sie haben es wieder getan! Bei den Yonex Japan Open gaben gleich zwei chinesische Semifinalisten (Lin Dan und Liu Xin) ihr Match ab und gewährten ihren Teamkollegen somit ein ausgeruhtes und entspanntes Finale. Hätte man vor diesem Turnier noch von taktischem Kalkül oder tatsächlichen Verletzungen der Chinesen sprechen können, wird jetzt immer deutlicher, dass es sich um grobe Unsportlichkeit und Wettbewerbsverzerrung handelt.

Der Mann, der dafür verantwortlich ist, hat sich längst zurückgezogen und zieht im Hintergrund seine Fäden: Chinas Teamchef Li-Yongbo. Ehemaliger Weltklassespieler, bekannt für angetäuschte Drops und proletenhaftes Auftreten. Als er noch auf der Coachingbank saß, warf er schon mal während des Spiels Erdnüsse auf den Court des Gegners.

Seit Jahren ordnet Yong-bo an, wer in innerchinesischen Duellen gewinnt oder verliert. Am weitesten trieb er es, als er im Semifinale der Olympischen Spiele von 2004 einen Sieg von Zhang Ning über Zhou Mi befahl. Gegenüber der Presse erklärt er seine fragwürdigen Handlungen seither als patriotischen Akt.

Der Appell an den Weltverband, jetzt endlich einzuschreiten, wird immer lauter. Die letzten beiden Turniere in China und Japan waren in dieser Causa einfach zuviel. Die Chinesen haben es zu weit getrieben. Spieler, Trainer und verantwortliche Offizielle gehören bestraft und am besten für einige Turniere gesperrt. Ansonsten verliert der Badmintonsport sein Gesicht.

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