Am Sonntag empfängt EBT Berlin den TV Refrath. "Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns." sagt EBT-Manager Manfred Kehrberg nach den Niederlagen gegen Beuel und Bischmisheim.
Die Vorschau auf das Spiel des. Spieltags in der Badminton-Bundesliga aus Sicht des EBT liefert Marcus Köster - für den TV Refrath schreibt Heinz Kelzenberg.
Am kommenden Sonntag, 30.10.2011, empfängt der amtierende Deutsche Meister SG EBT Berlin die Mannschaft vom TV Refrath. Die Situation der beiden Tabellennachbarn könnte unterschiedlicher nicht sein. Während der Gast, aktuell auf Platz fünf, einen guten Saisonstart hingelegt hat und mit guten Leistungen durchaus Play-off-Ambitionen hegt, trauert der amtierende Deutsche Meister, aktuell auf Platz vier, verlorenen Punkten hinterher.
Vor allem die beiden Niederlagen gegen Beuel und Ligaprimus Bischmisheim taten weh, musste man doch in beiden Spielen auf Stammkräfte verzichten. Nach drei sieglosen Spielen in Folge, erkämpfte sich EBT dann aber am vergangen Spieltag einen Sieg gegen BV Gifhorn, sodass man zumindest Anschluss an die Tabellenspitze behielt.
„Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns. Aufgrund der Punktverluste an den Spieltagen vier bis sechs müssen beide Punkte unbedingt in Berlin bleiben. Ich denke, es wird ein harter Kampf gegen die ehrgeizigen und ambitionierten Refrather und die Samariterstraße wird richtig gutes Badminton zu sehen bekommen.“ sagte Manfred Kehrberg, Teammanager EBT Berlin.
Beide Teams werden voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Die Berliner müssen zwar auf Wong Choong Han verzichten, dafür wird aber neben dem Inder Chetan Anand und dem Schotten Robert Blair, der dänische Star Kenneth Jonassen am Sonntag auf Punktejagd gehen. Bei den Damen ist auf EBT-Seite Juliane Schenk ebenso von der Partie, wie auch Lotte Jonathans.
Außerdem wird es ein Wiedersehen mit Carla Nelte geben, die zu Jugendzeiten bei SG EBT Berlin erfolgreich spielte und nun mit dem TV Refrath in ihrer alten Heimat gastiert. „ Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Carla. Wir verfolgen ihre sportliche Entwicklung mit großem Interesse.“ äußerte sich Manfred Kehrberg.
Der Spieltag verspricht also ein emotionsreiches Spiel in der Berliner Samariterstraße und der „Berliner Hexenkessel“ wird sein Übriges dazu geben.
Max Schwenger wieder im Team – TVR reist nach Berlin
Wenn man vor der laufenden Bundesligasaison davon gesprochen hätte, dass am 8. Spieltag das Auswärtsspiel des TV Refrath beim amtierenden Deutschen Meister EBT Berlin ein Duell zweier Tabellennachbarn ist, dann wäre man sicherlich ausgelacht worden.
Doch in der Tat, am kommenden Sonntag reist der TVR als Tabellenfünfter zum um zwei Punkte besseren Hauptstadtclub. Clubchef Heinz Kelzenberg: „EBT hat bisher recht unglücklich gespielt und kann den Fünf-Punkte-Rückstand auf die Tabellenspitze nicht mehr wett machen“. Das würde bedeuten, dass selbst beim Erreichen der Playoffs das diesjährige Endspiel auf keinen Fall in der Hauptstadt gespielt werden würde. Berlin hatte im April seinen ersten Meistertitel in heimischer Halle geholt und zählte auch in diesem Jahr zu den Titelfavoriten.
Heinz Kelzenberg: „Mit fünf internationalen Weltklassespielern und der deutschen Top-Dame Juliane Schenk war dies auch nicht verwunderlich“. Dennoch hat das Team um die Weltranglistensechste bisher eher enttäuscht. Umso bedauerlicher ist es, dass der TV Refrath am kommenden Sonntag nicht in Bestbesetzung anreisen kann. Team-Manager Danny Schwarz: „Unsere Nummer Eins, Lin Yu Hsien kommt erst in der kommenden Woche wieder zurück nach Deutschland und daher haben wir auch Chloe Magee für diesen Spieltag nicht verpflichtet. Wir dachten gegen Berlin ist gar nichts drin“.
Dass dem nun doch nicht so gewesen sein könnte, ärgert die TVR-Verantwortlichen nun ein bisschen, aber man ist sich sicher, dass EBT ein starkes Team aufbieten wird. Schwarz: „Erstens dürfen sie nicht noch einen Punkt liegen lassen und zweitens ist dieser Spieltag unmittelbar vor den Bitburger Open“.
Erfreulicherweise ist beim TVR wieder Max Schwenger mit dabei, der nach seiner Fußverletzung wieder voll im Training ist. Heinz Kelzenberg: „Das freut uns natürlich mehr als alles andere, Beim letzten Hinrundenspiel sind wir dann wieder komplett“.
Da am kommenden Wochenende auch die zweite Mannschaft des TVR ein schweres Spiel gegen TV Emsdetten bestreitet, wird auch kein vierter Herr mit nach Berlin reisen. Neben Schwenger werden Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger sowie Kim Buss und Carla Nelte aufschlagen. Danny Schwarz: Es ist schade, dass wir wie letztes Jahr nicht komplett nach Berlin anreisen. Aber jetzt können wir es sowieso nicht mehr ändern.
Bereits neun Tage später empfängt Refrath den Tabellendritten aus Lüdinghausen. Dann wird man - wieder in Bestbesetzung - vor heimischem Publikum versuchen, einen weiteren Punkt zu holen. Mit aktuell 7:7 Punkten steht man besser da als erwartet und kann endlich locker aufspielen. Heinz Kelzenberg: „Diese Situation hatten wir bisher noch nicht so oft“.