Chinas Superstar Lin Dan hinterließ gestern einige verstörte Gesichter im Stade Pierre de Coubertin. Im Semifinale der Yonex French Open hörte der mehrfache Weltmeister drei Punkte vor Schluss ohne erkennbaren Grund einfach auf. Gegen Kenichi Tago hätten Lin Dan beim Stand von 18-15 im zweiten Satz lediglich drei Punkte zum Matchgewinn gefehlt.
Es gab keine Anzeichen einer Verletzung – im Gegensatz, Lin Dan war stets in Kontrolle und bestimmte nach einem knappen ersten Satz nun gegen den Japaner das Geschehen. Plötzlich hielt er sich aber den Fuß, lief ein paar Schritte, gab dann seinem Gegner die Hand – und hinterließ viele Fragen. Was sich genau hinter dieser Aktion verbirgt, bleibt reine Spekulation.
Bereits im Viertelfinale hatte er den Unmut des Publikums auf sich gezogen. Gegen seinen Landsmann Chen Jin agierte er im ersten Durchgang lustlos und faktisch ohne jeden Smash (11-21). Erst als das Publikum mit lauten Buh-Rufen in die Partie eingriff, besann sich Lin Dan eines Besseren und erhöhte das Tempo.