Bei den Bitburger Badminton Open ging am Mittwoch das Hauptfeld ins Rennen – in der Saarbrücker Saarlandhalle war das Spiel von Marc Zwiebler gegen Chen Yuekun der Höhepunkt des Tages. "Der Chinese war für mich so was wie ein Überraschungsei." sagte Marc.
Bereits in den Vormittagsstunden kam beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier es zu einem spannenden und hochklassigen Match. Dass der Gegner von Marc Zwiebler gut sein würde – das konnte man sich an fünf Fingern abzählen. Mehr aber auch nicht. Und so musste der an Position eins gesetzte Deutsche Schwerstarbeit leisten, um Chen Yuekun mit 21:13, 24:26 und 21:19 zu bezwingen. „Der Chinese war für mich so was wie ein Überraschungsei. Man hat ihn bis dato kaum spielen sehen. Ich wusste nur, dass er jung ist. Dass wollte ich mir zunutze machen und meine Erfahrung in die Waagschale werfen. Das hat nur zum Teil geklappt. Im dritten Satz hätte ich das Spiel fast aus der Hand gegeben. So bin ich aber froh, dass es nun erst mal weitergeht“, erklärte der Weltranglisten-15.
Und es ging direkt weiter: Die zweite Runde bei den Herren wurde in den Abendstunden ausgespielt. Hier ging es für Marc Zwiebler etwas lockerer zu und er setzte sich gegen seinen Team-Kollegen Alexander Roovers mit 21:12 und 21:18 durch. Morgen trifft er um 16.05 Uhr auf den Schweden Henri Hurskainen. Ebenfalls den Sprung in die dritte Runde schafften die Bischmisheimer Dieter Domke und Lukas Schmidt. Domke muss nun um 16.50 Uhr gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky antreten, Schmidt um 16.40 Uhr gegen Kwong Beng Chan aus Malaysia.
Schon in der ersten Runde des Mixed-Wettbewerbs mussten die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels die Segel streichen. Für die beiden war dies nach den Denmark und French Open das dritte Erstrunden-Aus in Folge. Sie unterlagen dem gemischten Doppel He Hanbin und Bao Yixin aus China mit 15:21, 21:13 und 19:21. Was sich im ersten Moment wie eine faustdicke Überraschung anhört, ist keine. Das Mixed aus dem Reich der Mitte hat zwar keinen Setzplatz erhalten, besteht aber aus zwei Spitzenspielern, die erst seit drei Turnieren zusammen spielen und bis dato nur noch nicht genügend Weltranglistenpunkte sammeln konnte. Im September konnten die Asiaten mit den Indonesia Open aber den ersten Turniersieg einfahren. Somit war klar, was da auf die Weltranglistenneunten aus Deutschland wartet. „Eigentlich war das von uns eine recht gute Partie. Das sind eben diese knappen 50:50-Spiele, die mal so oder so ausgehen können. Was in den Monaten zuvor noch gut geklappt hat, ging in den vergangenen drei Wochen halt schief. So ist das eben manchmal. Aber es geht weiter, in zwei Wochen spielen wir die Hongkong Open und dann greifen wir wieder an. Es hilft ja nichts… Wir werden jetzt sicher nicht den Kopf in den Sand stecken“, sagte Birgit Michels nach dem Spiel. Von den elf angetretenen deutschen Mixed-Paaren schafften es nur Max Schwenger und Isabel Herttrich in die nächste Runde. Sie müssen morgen um 14.35 Uhr gegen die Chinesen Xiaolong Liu und Shu Cheng ran.
Ouvertüre heute auch für WM-Bronze-Gewinnerin Juliane Schenk. Die derzeit in der Welt auf der Nummer sechs gelistete 28-Jährige behielt mit 21:18, 19:21 und 21:9 gegen Judith Meulendijks aus den Niederlanden die Oberhand. Weiter geht es für sie morgen um 13.50 Uhr gegen die Dänin Karina Jorgensen. Neben Schenk konnten sich auch Claudia Vogelsang und Karin Schnaase für den nächsten Durchgang qualifizieren. Die an vier gesetzte Chinesin Xuerui Li wartet nun auf Vogelsang und die Niederländerin Jie Yao muss sich mit der Sportsoldatin aus Lüdinghausen auseinandersetzen.
Immer auf der Höhe der Netzkante: Für alle Badminton-Fans, die das Geschehen vor Ort leider nicht hautnah erleben können, bietet der Veranstalter wieder einen kostenlosen Service: Auf der Bitburger Open Homepage besteht via Live-Stream die Möglichkeit, das Grand-Prix Gold Turnier live und in Farbe zu verfolgen.
Die Turnierhome der Bitburger Open >>
Ergebnisse bei Tournamentsoftware >>

Claudia Vogelgsang - eine der drei deutschen Damen in Runde zwei. (Foto: Heise)