Deutschland ist bei den Bitburger Open 2011 in Saarbrücken nur noch in den Einzeln vertreten. Juliane Schenk und Marc Zwiebler sind beim renommierten Badminton-Turnier in Saarbrücken ins Halbfinale eingezogen.
Schenk warf erst Judith Meulendijks aus dem Turnier, dann Karina Jørgensen und in der Runde der letzten Acht schließlich Petya Nedelcheva. Die Spielerin der SG EBT Berlin machte das Spiel gegen die Bulgarin, immer druckvoll und mit vielen Variationen in den Angriffen. Viele geschnittene Drops am Netz rundeten ein schön anzusehendes Match ab, bei dem Schenk jeweils gegen Satzende die Zügel lockerer ließ. Den ersten Satz gewinnt Schenk 23:21, im zweiten Satz ärgerte sich die Berlinerin mit der wohl überlegten über Taktik über ausnahmsweise fehlende Weitsicht beim 16:6. „Juli, die steht schon da“, gestand sie sich lautstark ein. In der Endphase lies Schenk Nedelcheva das Ruder übernehmen, wodurch die Bulgarin sich von 20:14 bis auf 20:18 herantastete und immer wieder Lücken bei Schenk entdeckte. Mehr war für die auf Postion sechs gesetzte Kontrahentin allerdings nicht mehr drin.
Auch Zwiebler war mit seiner Leistung nicht immer zufrieden. Nachdem er den Chinesen Yuekun Chen, Alexander Roovers vom 1. BV Mülheim und Henri Hurskainen aus Schweden bezwungen hatte, fand er in Andre Kurniawan Tedjono im ersten Durchgang einen ebenbürtigen Gegner. „Das ist viel zu lahm, viel zu lahm, du Depp“, rief sich der Star des 1. BC Bonn-Beuel beim 6:6 im zweiten Satz selbst zu. Da hatte er schon einen gewonnen. Der vermeintliche Knackpunkt beim 17:19 aus Sicht von Zwiebler. Tedjono hatte dessen Ball im Aus gesehen, beschwerte sich lautstark, tippte sich mit Blick Richtung Schiedsrichter mit der flachen Hand gegen die Stirn, erklärte diesem sein Anliegen im Zweiergespräch nochmal mit Nachdruck.
Doch erst als Tedjono direkt vor dem Weiterspielen noch die beiden Linienrichter, die ihm ein Dorn im Auge waren, böse anschaute, sah er die Gelbe Karte. Genutzt hatte ihm die Aufregung nichts, Zwiebler setzte sich mit 24:22 durch. Im zweiten Satz hielt Tedjono zwar bei einem „ewigen Ballwechsel“ (gefühlt 1:30 Minuten) mit scharfen Drops in die Ecken zum 19:14 für Zwiebler zwar noch gut mit, konnte seinen Beueler Teamkollegen jedoch nicht mehr gefährden.
Zwiebler trifft im Halbfinale nun auf Hans-Kristian Vittinghus, während Schenk es mit der Chinesin Li Xuerui zu tun bekommt.
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