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International

06.11.2011 10:41

Dieser Thai mischt die Doppel-Disziplinen auf

Von: Michael Stauner

Maneepong Jongjit

Maneepong Jongjit bei den Bitburger Badminton Open. [Foto/live: Sven Heise]

Maneepong Jongjit ist erst 20 Jahre jung, kommt aus Thailand und schwingt den Badmintonschläger, seit er fünf Lenze zählt. Die Bitburger Open 2011 in Saarbrücken sind sein erstes Mal in Deutschland.

Ein erfolgreiches Debüt. Jongjit steht im Finale. Nicht im Mixed mit Savitree Amitapai, 23, – da unterlagen die Spieler aus Thailand im Viertelfinale in drei Sätzen der chinesischen Paarung Bao Yixin und He Hanbin, die in der 1. Runde Birgit Overzier und Michael Fuchs aus dem Rennen warfen. Dafür im Herrendoppel mit Bodin Issara, 21. Im Viertelfinale katapultierten sich die Thais gegen das favorisierte dänische Duo Jonas Rasmussen und Mads Conrad-Pedersen mit 21:16, 21:16 in die Vorschlussrunde. In einer packenden Doppel-Schlacht, bei der nur Ruhe einkehrte, als ein Stück Papier von den Deckenscheinwerfern aus langsam durch die Luft nach unten segelte. Ein Moment der Ruhe, der Rasmussen irritierte. Die Dänen konnten nämlich als Einzige in der Saarlandhalle den Fetzen, der hinter ihrem Rücken gemächlich zu Boden schwebte, nicht sehen.

IssaraIssara ist der emotionalere Spieler auf thailändischer Seite. In der Schlussphase schrie er seine Freude nach jedem Punkt heraus, spurtete nach dem Sieg direkt nach hinten zum Trainer und klatschte ihn noch vor den Gegnern ab. Jungspund Jongjit dagegen blieb auch mit dem Erreichen des Halbfinales und einen Tag später des Finales in Saarbrücken der Ruhepol. Er kennt Issara schon lange, spielt seit vier Jahren mit ihm zusammen. Die Beiden waren bereits thailändischer Meister im Herrendoppel 2009. Nun haben sie Chris Adcock und Marcus Ellis mit 21:19, 21:18 besiegt. Mehr Spaß als das Doppel macht Jongjit jedoch das Mixed. Weil es „einfacher“ ist. Dabei spielt er mit Amitapai erst seit sieben Monaten zusammen, nachdem er zuvor mit Rodjana Chuthabunditkul 2009 sowohl Landesmeister als auch Junioren-Weltmeister im Mixed wurde.

Unabhängig davon, wie das Finale am Sonntag gegen Liu Xiaolong und Qiu Zihan aus China ausgeht, würde er gerne wieder zu den Bitburger Open 2012 nach Deutschland kommen – wenn es der Terminkalender zulässt. Und einmal ein Fußballspiel des FC Bayern München vor Ort anschauen, wenn Franck Ribéry auf dem Platz steht. Der Stern des Tabellenführers und Rekordmeisters der Bundesliga strahlt schließlich auch in Asien. Vielleicht gelingt ihm das auch bald, falls ein Badminton-Bundesligist die Fühler nach Jongjit ausstrecken sollte. Vorstellen könnte er sich jedenfalls, für eine deutsche Mannschaft zu spielen, „wenn ich Unterstützung bekomme“.

Issara/Jongjit
Erfolgreich mit Tätowierung. [Alle Fotos aus Saarbrücken: Sven Heise.]

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