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International

07.11.2011 09:53

“Bitburger is best time”

Von: Michael Stauner

Emelie Lennartsson und Emma Wengberg [Foto: Sven Heise]

Zwei Schwedinnen waren die glücklichsten Verliererinnen bei den Bitburger Open 2011 in Saarbrücken. Emelie Lennartsson und Emma Wengberg, die für den örtlichen Badminton-Bundesligisten 1. BC Bischmisheim aufschlägt, hatten nämlich gar nicht mit dem Einzug ins Finale gerechnet. Überglücklich tippten sie nach ihrem Dreisatz-Triumph im Halbfinale gegen Marie Røpke und Line Kruse beim gemeinsamen Auslaufen in Socken SMS.

Wengberg war nach dem Ausscheiden von Juliane Schenk und Marc Zwiebler am Vortrag übrigens die Einzige, die im Endspiel der Bitburger Open 2011 für ein Team aus Deutschland antrat. Die Unterstützung des Publikums nützte der Lokalmatadorin aber wenig. Gegen die favorisierten Japanerinnen Mizuki Fujii und Reika Kakiiwa sahen Wengberg und Lennartsson wie alle anderen Damendoppel vor ihnen kein Land. Im 2. Satz lockerten die Beiden aus Fernost die Zügel zwar, sodass die Schwedinnen auf 10:11 herankamen, dann zeigten Fujii und Kakiiwa jedoch wieder ihre Klasse, zwangen die Gegnerinnen zu Fehlern und ließen lediglich noch einen Punkt zu.

Grund zur Freude hatten zwischenzeitlich auch Kamilla Rytter Juhl und Thomas Laybourn. Das Mixed aus Dänemark, Weltmeister von 2009, entschied im 3. Satz des Finales gegen Liu Ying Goh und Peng Soon Chan aus Malaysia den wohl spektakulärsten Ballwechsel des Turniers für sich. Wechselnde Angriffe in höchstem Tempo, knallharte Schmetterbälle, Ballabwehr mit Hechtsprung und Bauchlandung (Laybourn) und Smash-Abwehr hinter dem Rücken cross (Rytter Juhl) – und das alles nur zwischen dem Ausbau der dänischen Führung von 2:1 auf 3:1. Im Adrenalinrausch rissen der 34-jährige Routinier und seine sieben Jahre jüngere Partnerin die Arme hoch und ließen sich für den Gewinn dieses fantastischen Ballwechsels vom begeisterten Publikum feiern.

Trotz späterer 19:15-Führung brachten die Dänen dieses hochdramatische Mixed-Finale jedoch nicht mehr nach Hause. Goh, 22, und ihr Partner Chan, 23, kämpften sich immer wieder zurück und lagen letztlich mit 27:25 obenauf. Die Asienmeister von 2010 waren zwar nicht zum ersten Mal in Deutschland – sie schlugen bei den German Open 2010 in Mülheim an der Ruhr auf, kamen aber nicht über die 2. Runde hinaus - doch ihr diesjähriger Aufenthalt war ihr erfolgreichster in Europa. Oder, wie es Goh schon nach dem Viertelfinale ausgedrückt hatte: “Bitburger is best time!”

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