Verärgert hockte Juliane Schenk nach dem Match gegen Yip Pui Yin minutenlang am Boden. Was war passiert? Deutschlands Nummer eins unterlag der Hongkong-Chinesin 18-21, 21-19 und 23-25 zum Auftakt der mit 350.000 Dollar dotierten China Open und ärgerte sich über eine vertane Chance.
Doch Schenks Ärger basierte nicht nur aufgrund ihrer eigenen Leistung, sondern auch wegen einer strittigen Linienrichterentscheidung am Ende des dritten Durchgangs. Mit 13-18 lag die WM-Dritte bereits zurück, ehe sie eine fulminante Aufholjagd zum 17-18 auf das Parkett zauberte. Anschliessend ging es hin und her. Bis zum 23-23 konnte Schenk gleich mehrere Matchbälle abwehren - und hatte beim Stand von 21-20 und 22-21 sogar selbst Matchbälle.
Für Schenk war nach dem Ausscheiden in Hongkong, das zweite Erstrunden-Out innerhalb von zwei Wochen.