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Olympia 2012, Kolumne

02.08.2012 00:26

Ein Kapitalverbrechen am „Olympischen Geist“

Von: Alex Zambarloukos

Die vier ausgeschlossenen Paarungen im Überblick

Olympische Spiele sind eine höchst unpassende Plattform, um sich was richten zu wollen! Sei es über unerlaubte Mittel (Doping), sei es über Spielmanipulationen. Da muss man knallhart vorgehen. So wie der Badminton-Weltverband, der acht weibliche „Störenfriede“ aus dem Londoner Turnier eliminierte.

Die Damen aus China, Südkorea und Indonesien hatten offenkundige Lustlosigkeit an den Tag gelegt, Niederlagen in ihren Doppel-Matches heraufbeschworen, um vermeintlich schwierigeren Gegnerinnen im weiteren Turnierverlauf aus dem Weg zu gehen. Jetzt hat es sich „ausgefederballert“ — eine harte, aber unverzichtbare Maßnahme.
 
Auch deshalb, weil Olympische Spiele Gegenstand von Sportwetten sind. Soll heißen: Solche Aktionen verursachen Millionenschäden, da kannst du hinter schwedische Gardinen wandern. Vor allem, wenn man sich so blöd anstellt wie die top gesetzten Chinesinnen Wang Xiaoli und Yu Yang, die nicht einmal versuchten, den Ball beim Aufschlag über das Netz zu schlagen.
 
Die Fans brüllten „Betrug“, BBC-Kommentatorin Gail Emms, selbst Badminton-Medaillengewinnerin 2004, ätzte: „Sie haben so gespielt, dass sogar mein Baby die Partie gewinnen hätte können.“ Jetzt gewinnen die „Verbrecherinnen“ gar nichts mehr.
 
Sie haben den Fair-Play-Gedanken, der auch im Olympischen Eid verankert ist, mit Füßen getreten. Da heißt es abgekürzt: „Wir verpflichten uns einem Sport im wahren Geist der Sportlichkeit ...“

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