Der 29-jährige Malaysier Lee Chong Wei möchte sich mit einem Olympiasieg heute unsterblich machen. Es wäre die erste Goldmedaille für das südostasiatische Land. Als ob die Erwartungshaltung bei seinen malaysischen Landsleuten nicht schon groß genug sei, hat kurz vor den Olympischen Spielen ein Edelmetallmogul auch noch als Anreiz einen Goldbarren für einen Sieg ausgelobt.
Malaysischen Medienberichten zufolge soll Lee Chong Wei einen 12,5 Kilogramm schweren Barren im Wert von umgerechnet einer halben Million Euro von dem Großunternehmer Andrew Kam bekommen, der großer Badminton-Fan ist und im Bundesstaat Pahang eine Goldmine besitzt. Von der malaysischen Regierung würden für Lee noch einmal rund eine Viertel Million Euro in Gold dazukommen.
Es ist nicht unüblich, dass in Südostasien die Olympiasieger reich beschenkt werden. So haben die Indonesier Alan Budi Kusuma und Susi Susanti, die 1992 jeweils im Einzel gewannen, ein Haus für ihren Erfolg bekommen. In Deutschland gibt es dagegen 15000 Euro von der Deutschen Sporthilfe.