Nach zuletzt 5:3 Punkten aus den ersten vier Bundesligabegegnungen muss der TV Refrath vermutlich in den nun anstehenden drei Spielen kleinere Brötchen backen.
Am Samstag reist man zum starken Aufsteiger 1. BC Düren, die schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt haben. Nach dem Aufstieg aus der 2. Liga hat man kurzerhand fast die komplette Mannschaft ausgetauscht und durch ausländische Kräfte ersetzt. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Man kann darüber denken, wie man will, fest steht, dass Düren so mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird“. Dass die Dürener Spielerdecke jedoch hier und da auch zu dünn sein kann, zeigte die Tatsache, dass Doppelspielerin Sandra Marinello zuletzt im Einzel ran musste und selbst Teammanager und Bundesligaschiedsrichter Michael Pütz zum Schläger greifen musste.
Der TVR hofft auf ähnliches Glück, denn ohne Hafiz Hashim und Chloe Magee (Turnier in Tschechien) wird es sicher schwer werden, in Düren zu punkten. Mette Stahlberg und die Niederländerin Iris Tabeling werden jedoch alles dafür tun, ihre ersten Einsätze in dieser Saison so erfolgreich wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus stehen mit Carla Nelte, Max Schwenger, Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger alle Stammkräfte zur Verfügung und auch Richard Domke wird erstmals im Refrather Dress auflaufen.
Tags darauf kommt am Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) der Deutsche Meister EBT Berlin in die Halle Steinbreche. Berlin war in den beiden letzten Spielzeiten die „Übermannschaft“ der Bundesliga und ist, angeführt von der deutschen Top-Dame und Weltranglistensechsten Juliane Schenk auch in diesem Jahr in Top-Besetzung nicht zu schlagen.
EBT verfügt über einen sehr breiten und vor allem erfahrenen Kader und wird angesichts des tags zuvor ausgetragenen Spitzenspiels gegen Beuel gewiss nicht mit einem Rumpfteam antreten. Heinz Kelzenberg: „Wir spielen ja nicht nur Bundesliga, um zu gewinnen sondern auch um uns mit den Allerbnesten zu messen. Dafür gibt es am Sonntag reichlich Gelegenheiten“. Klangvolle Namen wie Robert Blair oder Kenneth Jonassen werden erwartet und relativ sicher kommt es auch zu einem Wiedersehen mit dem litauischen Spitzenspieler Kestutis Navickas, der von 2004-2006 zwei Jahre lang in der Regionalliga das TVR-Trikot getragen hat.
Wiederum drei Tage später (3.10., 14 Uhr) empfängt der TVR den deutschen Vizemeister 1. BC Bischmisheim, dann wieder komplettiert durch Chloe Magee. In den letzten Jahren setzte es immer derbe Niederlagen gegen die Saarländer, die jedoch nach wie vor ohne ihre stärkste Dame antreten müssen. Doch noch darf gerätselt werden, wo der ein mögliches Unentschieden bringende Herrenpunkt geholt werden könnte. Auch wenn das Aufeinandertreffen der beiden Domke-Brüder Dieter (BCB) und Richard (TVR) einiges an Unterhaltungswert verspricht, ist die Favoritenrolle auch hier deutlich beim Gast aus Bischmisheim.
Heinz Kelzenberg: „Wir wollen uns in allen drei Spielen gut verkaufen. Vielleicht gehen wir ja nicht ganz leer aus“.