Vize-Europameisterin Juliane Schenk hat eine weitere Bestleistung aufgestellt: Die 29 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr erreichte zum ersten Mal in ihrer Karriere das Finale eines Turniers der Kategorie Superseries Premier. Auch für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutet dies eine Premiere: Niemandem aus Deutschland war zuvor bei einer Veranstaltung dieser Art der Einzug ins Endspiel gelungen.
Bei den mit 400.000,- US-Dollar dotierten Denmark Open in Odense musste sich die Rekordteilnehmerin des DBV an Olympischen Spielen und amtierende WM-Dritte erst im Finale des Dameneinzelwettbewerbs der Olympia-Dritten Saina Nehwal mit 17:21, 8:21 geschlagen geben.
Auf dem Weg ins Endspiel hatte die Weltranglistensiebte aus Deutschland unter anderem gegen die Olympiasiegerin und YONEX German Open-Gewinnerin Li Xuerui in zwei Sätzen die Oberhand behalten.
Der sogenannten „Superseries“ des Badminton-Weltverbandes BWF gehören die zwölf am höchsten dotierten Turniere an*. Der Superseries-Circuit ist seit 2011 zweigeteilt in Superseries Premier-Veranstaltungen (5) und Superseries-Veranstaltungen (7). Während bei den Superseries Premier-Turnieren insgesamt wenigstens 350.000,- US-Dollar an Preisgeld ausgelobt werden, sind es bei den Superseries-Turnieren mindestens 200.000,- US-Dollar.
Ihr erstes Superseries-Turnier hatte Juliane Schenk im Juni dieses Jahres gewonnen, als sie bei den mit 200.000,- US-Dollar dotierten Singapore Open in Singapur (19. bis 24. Juni 2012) einen Finalerfolg verzeichnete. Damit avancierte die gebürtige Krefelderin, die am Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim an der Ruhr trainiert und auch in der Stadt im Ruhrgebiet wohnt, ebenfalls zur Vorreiterin im DBV:
Vorher war noch keinem Badmintonass aus Deutschland bei einem Turnier dieser Kategorie der Gesamtsieg vergönnt gewesen. Zweimal, 2012 bei den India Open und 2011 bei den Japan Open, belegte Juliane Schenk zudem schon Platz zwei bei einem Superseries-Turnier.