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Bundesliga

27.01.2013 19:34

Refrath holt weiteren Punkt gegen Playoff-Kandidaten

Von: Heinz Kelzenberg/PM

Magee/Nelte [Foto: Kelzenberg]

Der Optimismus aller Refrather Beteiligten zahlte sich aus. Vor dem Spiel war man sich im TVR-Team einig, dass man auch dem Tabellendritten der Bundesliga, Union Lüdinghausen durchaus Paroli bieten wollte. Gegen Berlin, Bischmisheim und Beuel hatten die Refrather bereits ein Unentschieden vor heimischem Publikum geholt, lediglich der 1.BV Mülheim hatte beide Punkte mit aus der Halle Steinbreche nehmen können.

Lüdinghausen gelang in der gut gefüllten Refrather Halle vor den Augen von Bürgermeister Lutz Urbach und Wolfgang Bosbach zunächst fast alles. Das Herrendoppel ging klar an Union und auch der erste Satz des Damendoppels sah Nelte/Magee als knappe Verlierer. Dass das Refrather Damendoppel letztlich die beiden folgenden Sätze knapp gewinnen konnten, lag an ihrer offensiven Spielweise sowie der lautstarken Unterstützung der heimischen Fans. Selten hat man in Refrather ein so spannendes Damendoppel gesehen.

Es folgten die beiden Herreneinzel, in denen durch das Fehlen von Richard Domke die nominelle Nummer Drei des Kaders, Kai Waldenberger, gegen den Belgier Yuhan Tan ran musste. Waldenberger spielte vor allem einen sehr guten zweiten Satz, konnte den Sieg des 70. der Weltrangliste jedoch letztlich nicht gefährden. Parallel spielte der 17-jährige Fabian Roth gegen den  ukrainischen Routinier Druzchenko und ließ ihm überhaupt keine Chance. Das Refrather Talent war eigens nach dem Samstagsspiel der 2.Mannschaft in Hamburg mit dem Zug nach Hause gefahren, um sonntags seinen zweiten Erstligaeinsatz zu absolvieren. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Roth für sein Team den Punkt zum 2:2 holte.

Nun lag ein Unentschieden in der Luft und in dem Augenblick, in dem sowohl Chloe Magee (gegen Karin Schnaase) als auch das starke Mixed Schwenger/Nelte den zweiten Satz gewinnen konnten, war sogar der Sieg möglich. Doch die Niederländer Bosch/Piek nutzen im Entscheidungssatz eine Schwächeperiode der Refrather gnadenlos aus und gewannen das Mixed letztlich souverän.

Chloe Magee und Karin Schnaase lieferten sich einen erbitterten Fight und eine unglückliche Entscheidung des Schiedsrichters aus Sicht von Schnaase brachte Magee letztlich spielentscheidend in Front. Heinz Kelzenberg: „Ich habe den Ball genauso wenig exakt sehen können wie unsere Spielerin, doch wenn er wirklich so deutlich aus war, wie Karin sagte, dann war es schon bitter“. Magee machte in der Schlussphase so gut wie keinen Fehler mehr und siegte mit 21:13.

Der Jubel war nicht nur bei ihr groß, sondern auch beim Rest der Mannschaft, denn durch das Unentschieden konnte sich der TVR weiterhin auf dem 6. Tabellenplatz halten. Kelzenberg: „Wir können gegen jeden Gegner auch in Bestbesetzung mithalten und  eine Punkt holen“. Die drei ausstehenden Partien gegen Mülheim, Düren und Berlin sollen zeigen, dass sich das Team weiter gesteigert hat. In der Hinrunde wurden die Begegnungen gegen diese Mannschaften nämlich allesamt verloren.

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