Eine sensationelle Wendung nahm das Bundesliga-Halbfinale zwischen Beuel und Langenfeld. Durch eine 8:0-Wertung des Hinspiels für Beuel wurde Titelfavorit FC Langenfeld wegen eines Einspruchs des DBV-Jugendausschuss aus dem Playoff-Finale der Badminton Bundesliga herausgenommen.
Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim steht zum dritten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Badminton Mannschaftsmeisterschaft – das ist Fakt. Doch gegen wen die Saarländer am 3. und 4. Mai antreten, ist seit heute ungewiss.
Sportlich hat es der FC Langenfeld mit einem 4:4 und einem 5:3 gegen den rheinischen Rivalen vom BC Beuel geschafft. Doch jetzt hat der Jugendausschuss des Deutschen Badminton Verbandes Einspruch gegen das 4:4 Heimergebnis der Langefelder eingelegt. Begründung: Mit Fabienne Deprez wurde bei Langenfeld eine Spielerin ohne Spielberechtigung eingesetzt. Das 16-jährige Ausnahmetalent hätte nicht spielen dürfen, weil die DBV-Statuten vorsehen, dass die Spielberechtigung für den aktiven Seniorenbereich für einen Jugendlichen erlischt, sobald er parallel auch für eine DBV-Maßnahme sprich ein Turnier nominiert wurde. Und vom 20. bis 24 März fand im holländischen Arnheim das Sechs-Nationen-Turnier statt. Bei diesem Turnier treffen sich in den Jahren zwischen den Europameisterschaften die besten Jugendlichen der führenden europäischen Länder zum Leistungsvergleich – so auch die deutsche U19-Mannschaft. Laut DBV hat die ursprünglich nominierte Fabienne Deprez dieses Turnier aus schulischen Gründen abgesagt.
Der für die Bundesliga verantwortliche Klassenleiter Bernd Mohaupt reagierte heute prompt und änderte das 4:4-Heimergebnis der Langenfelder in ein 8:0 für Beuel. „Diese Ergebniskorrektur ist erst Mal ein formaler Akt. Auf den Einspruch des DBV-Jugendausschusses muss man reagieren. Und da Langenfeld laut Stauten eine nicht spielberechtigte Spielerin eingesetzt hat, muss das Spiel eben mit 8:0 für Beuel gewertet werden“, sagte Mohaupt. Jetzt wurden die Vereine angeschrieben, dann muss man abwarten, wer welchen Protest einlegt und dann kommt der Vorfall wohl vor das Verbandsgericht. Es kann also noch dauern, bis letztendlich feststeht, gegen wen der BCB im Finale antritt.
Ist es Langenfeld, hat der BCB als Besserplatzierte der Punkterunde die Wahl des Heimrechts. So spielt der BCB am Samstag in Langenfeld und am Sonntag zu Hause. So war es geplant und so wird es seit einer Woche vorbereitet. Aber: Gehen die Beueler als Gewinner dieses Rechtstreites hervor, könnten sie entscheiden. Und dann werden auch sie lieber sonntags ihr Heimspiel austragen. Jedoch: Sportliche können sich die Saarbrücker ja noch kurzfristig auf den Gegner einstellen. Organisatorisch ist das kaum mehr möglich. Plakate sind gedruckt, Halle gebucht, Equipment vorbestellt, Tickets in der Mache,... Auch für diese Heimwahl des Besserplatzierten müsste dann eine Lösung gefunden werden.