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International, Olympia 2012

05.08.2012 12:06

Zhao Yunlei holt sich zweites Gold im Damendoppel

Von: Bernd-Volker Brahms (London)

Zhao Yunlei und Tian Qing

Zhao Yunlei und Tian Qing gewinnen Olympiagold. [Foto: Bernd-Volker Brahms]

Nach dem Skandal im Damendoppel des olympischen Badmintonturniers, der von einer chinesischen Paarung ausgelöst wurde, konnten sich am Ende doch zwei Spielerinnen aus dem Reich der Mitte durchsetzten und die Goldmedaille gewinnen.

Die beiden 25-jährigen Spielerinnen Zhao Yunlei und Tian Qing, die an Position zwei gesetzt waren, gewannen am Samstag mit 21:10, 25:23 gegen die Japanerinnen Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa. Die Japanerinnen gewannen dabei die erste Badminton-Medaille ihres Landes. Für das chinesische Team um Chef-Coach Li Jongbo war es nach den Erfolgen im Mixed und im Dameneinzel bereits das dritte Gold in London. Da die Asiaten auch noch im Herreneinzel und Herrendoppel vertreten sind, können sie als erste Nation alle Disziplinen gleichzeitig gewinnen.

Die chinesische Doppelsiegerin Zhao Yunlei hatte am Tag zuvor bereits die Goldmedaille im Mixed gewonnen und ist damit in der 20-jährigen Historie von Badminton bei den Olympischen Spielen die erste Spielerin mit zwei goldenen Plaketten bei einem Turnier. Zuvor war dieses Kunststück mehreren Spielern bei zwei aufeinander folgenden Spielen gelungen:  Kim Dong-Moon (Korea) 1996 im Mixed und 2000 im Herrendoppel, Zhang Ning (China) 2004 und 2008 im Dameneinzel, Ge Fei/Gu Jun (China) 1996 und 2000 im Damendoppel sowie Zhang Jun/Gao Ling (China) 2000 und 2004 im Mixed.

Kurioserweise haben nun die beiden Chinesinnen das Turnier in London gewonnen, die ursächlich für den Manipulationsskandal um absichtlich verlorene Spiele waren. Tian und Zhao hatten am Dienstag völlig überraschend - unter regulären Umständen - ihr letztes Gruppenspiel gegen die Dänninen Kamilla Rytter Juhl und Christinna Pedersen verloren und damit eine Kettenreaktion ausgelöst. Da ihre topgesetzten Landsleute Yu Yang und Wang Xiaoli nicht schon im Halbfinale auf sie treffen wollten, begannen diese in ihrem letzten Gruppenspiel alle ihre Aufschläge absichtlich ins Netz zu geigen. Für alle sichtbar, wollten sie nicht gewinnen. Später wurden sowohl die Chinesinnen als auch ihre koreanischen Gegnerinnen als auch eine andere koreanische und indonesische Paarung disqualifiziert, die sich ebenfalls hatten in den Strudel des Nicht-Gewinnen-Wollens hineinziehen lassen. Im Übrigen hat die disqualifizierte Chinesin Yu Yang, die im vergangenen Jahr noch an selber Stelle Weltmeisterin geworden ist, ihren Rücktritt vom Wettkampfsport erklärt. "Bye bye mein geliebtes Badminton", hatte sie im Internet gepostet.  

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Damendoppel, Halbfinale:

Tian Qing / Zhao Yunlei (China, 2) - Valeria Sorokina / Nina Vislova (Russland) 21:19, 21:6 (`39)
Mizuki Fujii / Reika Kakiiwa (Japan, 4) - Alex Bruce / Michele Li (Kanada) 21:12, 19:21, 21:13 (`63)
 
Finale:
Tian Qing / Zhao Yunlei (China, 2) - Mizuki Fujii / Reika Kakiiwa (Japan, 4)  21:10, 25:23
 
Spiel um Bronze:
Valeria Sorokina / Nina Vislova (Russland)  - Alex Bruce / Michele Li (Kanada) 21:9, 21:10

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