International 15.02.2016

Yu Xiaohan darf schon wieder spielen

Yu Xiaohan [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Bei der Universiade im vergangenen Sommer wurde bei der Chinesin Yu Xiaohan ein leistungssteigerndes Mittel (Furosemid) nachgewiesen. Ihre zwei Silbermedaillen muss sie zwar abgeben, an Wettkämpfen darf sie aber ab sofort wieder teilnehmen.
Das Doping-Panel des Badminton-Weltverbandes (BWF) entschied sich für eine siebenmonatige Sperre. Diese wurde jedoch rückwirkend ab Juni 2015 gewertet. Somit darf sie bereits wieder an Wettkämpfen teilnehmen.




Xiaohan, Singapore Open-Sieger 2015 im Damendoppel, erklärte, sie hätte die verbotene Substanz unabsichtlich als Nahrungsergänzung zu sich genommen und plädierte daher auf ein reduziertes Strafmaß.

Nach den Anhörungen sprach das BWF Doping Panel eine Sperre von lediglich sieben Monaten aus, obwohl nach den Regularien des World Anti-Doping Codes eine Sperre von bis zu vier Jahren möglich gewesen wäre.

"Wir haben im Sinne des Athleten gehandelt. Es ist die Meinung des Panels, dass Yu die Pillen nicht eingenommen hat, um zu betrügen oder sich bewusst einen Vorteil zu verschaffen", sagte eine Vertreterin der BWF-Doping-Kommission.

Das Urteil löste bei einigen internationalen Topspielern Unverständnis aus. So schrieb Europameister Jan Ø. Jørgensen auf Twitter: "Wer im Badminton Dopingmittel zu sich nimmt, erhält lediglich eine Sperre von sieben oder acht Monaten. Das ist Fakt."

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige