International 19.02.2016

EM: Deutsche Teams im Halbfinale

Fabienne Deprez hatte heute allen Grund zum Jubeln: Deutschland steht im Halbfinale [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Claudia Pauli/Redaktion
Heute gibt es viel Grund zum Jubeln: Die Teams des Deutschen Badminton-Verbandes haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften 2016 das Halbfinale erreicht und damit nicht allein eine Medaille sicher, sondern auch das Ticket zur Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften gelöst.
Am Freitag (19. Februar 2016) gewannen zunächst die Spieler des DBV ihre Viertelfinalpartie gegen Schweden mit 3:0, wenige Stunden später besiegten die Spielerinnen Russland mit dem gleichen Ergebnis. In der K.-o.-Runde werden die Begegnungen beendet, sobald eine Mannschaft drei Matches für sich entschieden hat.
Ich bin super stolz auf die Frauen. Alle haben heute ihre Bestleistung gebracht - und als Team sind sie sowieso die Besten.
Holger Hasse, Chef-Bundestrainer

"Es sieht aus, als wäre es ein leichter Sieg gewesen, aber das war nicht der Fall. Das Team war sehr fokussiert auf das Match", meinte Jacob Øhlenschlæger, Bundestrainer Herren im DBV, nach dem Erfolg seiner Schützlinge über Schweden zufrieden. Holger Hasse, Chef-Bundestrainer und Bundestrainer Damen, sagte erfreut: "Ich bin super stolz auf die Frauen. Alle haben heute ihre Bestleistung gebracht - und als Team sind sie sowieso die Besten!"

In seinem 80. Länderspiel bezwang der neunmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) seinen Gegner Henri Hurskainen exakt mit dem Ergebnis, mit dem er 2012 das Finale bei den Individual-Europameisterschaften gegen den Schweden gewonnen hatte. Durch den 21:15, 21:13-Erfolg in Karlskrona/Schweden krönte sich der gebürtige Bonner erstmals zum Europameister im Herreneinzel.
Es sieht aus, als wäre es ein leichter Sieg gewesen, aber das war nicht der Fall. Das Team war sehr fokussiert auf das Match.
Jacob Øhlenschlæger, Herren-Bundestrainer

Den deutschen Damen gelang gegen Russland ein souveräner Sieg, obwohl sie auf die 42-malige Nationalspielerin Johanna Goliszewski (1. BV Mülheim) verzichten mussten. Die 29-Jährige war nach ihrer Verletzung, die sie in der Vorrundenpartie gegen England erlitten hatte, noch nicht wieder voll einsatzfähig. Die Deutsche Meisterin im Damendoppel (mit Carla Nelte vom TV Refrath) laboriert an einer Blockade im Rücken.

In der Vorschlussrunde treffen sowohl die deutschen Herren als auch die deutschen Damen am Samstag (20. Februar 2016) auf Titelverteidiger und Rekordchampion Dänemark. Während die Spieler ab 10.00 Uhr um den Einzug ins EM-Finale kämpfen, beginnt die Halbfinalbegegnung der Spielerinnen um 14.00 Uhr.

Die WM-Endrunde - die sogenannten Thomas & Uber Cup-Finals - wird 2016 vom 15. bis zum 22. Mai in Kunshan/China ausgetragen.




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