International 09.03.2017

Yonex Swiss Open: Spannung und Spektakel sind garantiert

Von Jordi Küng
Vom 14. bis 19. März 2017 findet in der St. Jakobshalle zum 27. Male das YONEX Swiss Open statt. Fünf Tage vor Beginn der Yonex Swiss Open können die Organisatoren erfreut und mit berechtigtem Stolz vermelden, dass ein grosser Teil der Weltelite - 350 Aktive aus 35 Ländern - in Basel an den Start gehen wird. In allen fünf Kategorien wird es zu Spielen auf absolutem Top-Niveau kommen.
Ab nächsten Dienstag (Beginn ist um 12 Uhr eingeplant) fliegen die Shuttles wieder über das Netz. Es ist der Beginn einer Yonex Swiss Open, welche die "Crème de la Crème" vereinigt. Turnier-Aushängeschild ist Lin Dan (33). Wer den 5-fachen Weltmeister und zweifachen Olympiasieger nochmals live in Aktion sehen möchte, muss heuer in die "Joggelihalle" kommen. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass er letztmals in Basel auftreten wird.

Ein Badener als Geheimfavorit

Aber das Turnier hat noch andere Weltklassespieler. "Wir können vor allem junge, aufstrebende Talente präsentieren, die meiner Meinung nach in einem Jahr allesamt zur Top Ten gehören können", so Turnier-Präsident Christian Wackernagel. Er denkt vor allem an den neuen Deutschen Meister Fabian Roth. Der 21-jährige Karlsruher war ein Jahr verletzt, hat aber seit seinem Wiedereinstieg mehrfach für Furore gesorgt, u.a. mit seinem Sieg im Februar gegen Viktor Axelsen, und angedeutet, dass er bereits in Basel zum Geheimfavoriten mutieren könnte. Der Deutsche darf als eine Art "Lokalmatador" bezeichnet werden, so dass mit Sicherheit viele Badminton-Freunde aus Baden-Württemberg den Weg in die St. Jakobshalle finden werden.

„The Next One“ ist auch da

Der Turniersieg könnte aber auch über Prannoy Haseena Sunil Kumar. Der 24-jährige Inder ist Titelverteidiger und entfacht auf dem Spielfeld ein veritables Feuerwerk. Ebenfalls in den Fokus dürfte Anders Antonsen rücken. Der 19-jährige Däne gilt als Jungspund und profunde Kenner der Badminton-Szene sind der festen Überzeugung, dass der Skandinavier alles mitbringt, um dereinst zu den Top Five zu gehören. An Selbstbewusstsein mangelt es Anders nicht. Nicht unbescheiden hat er bereits öffentlich erklärt, dass er „The Next One“ sein wird. Man dürfte "The Special One" (José Mourinho) und "The Normal One" (Jürgen Klopp) gleich vergessen …

Geht in Basel der neue Badminton-Stern vielleicht tatsächlich auf? Die Antwort der Asiaten auf Europa heisst Shi Yuki. Auch dieser Newcomer ist erst 19 Jahre alt - und bereits die Nummer drei in seinem Lande. Kurzum: Das 64er-Tableau vereinigt derart viele Weltklassespieler, dass viele für den Turniersieg in Frage kommen. Spannung und Spektakel sind garantiert!

Illustre Doppel-Konkurrenzen

Ebenso attraktiv, und teils sogar intensiver und noch schneller, sind die drei Doppel-Konkurrenzen. Im Männer-Doppel gehen mit Marcus Ellis/Chris Langridge die Bronzemedaillen-Gewinner von Rio 2016 an den Start. Die beiden Briten vereinen alle Komponenten, welche den Badminton-Sport so attraktiv machen. Und China stellt gleich zwei Top Ten-Paarungen! Auch in der Mixed-Disziplin ist das Beste am Start, u.a. die Nummer 1 der Welt aus China.

Bekanntlich haben die Organisatoren der YONEX Swiss Open und der Schweizer Verband Swiss Badminton am 15. Januar 2017 ein 100-seitiges Dossier für die Badminton-WM 2019 in Basel eingereicht. Einziger, aber grosser Konkurrent der Basler Organisatoren ist die Weltstadt Tokio. Sollten die Entscheidungsträger jedoch am Modus, die Titelkämpfe abwechselnd in Europa und Asien austragen, festhalten, so wird die Weltmeisterschaft 2019 in der Stadt am Rheinknie ausgetragen. Der Entscheid wird am Samstagabend, den 18. März 2017, fallen. Der Champagner lagert kühl.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige