Stars 21.10.2017

Lee Chong Wei: "Ich wäre fast zurückgetreten"

Von Redaktion
Superstar Lee Chong Wei hat schwierige und nervenaufreibende Monate hinter sich. Nun erklärt er, warum er fast zurückgetreten wäre.
"Ich gebe zu, dass ich im August dieses Jahres schon fast meinen Rücktritt verkünden wollte. Direkt nach meinem Ausscheiden bei der WM in Glasgow", erklärte der ehemalige Weltranglisten-Erste jetzt gegenüber der malaysischen Tageszeitung "The Straits Times".

"Ich fühlte mich leer und konnte die Niederlage gegen Brice Leverdez einfach nicht akzeptieren. Ich habe mich wirklich gut und hart auf die WM vorbereitet. Eine Niederlage in der ersten Runde habe ich nicht kommen sehen. Das war eine ganz bittere Pille für mich."

Schon direkt nach der überraschenden Niederlage in der Auftaktrunde wurde Lee Chong Wei von den Medien mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. "Ich fühlte in meinem Herzen, dass Glasgow mein letztes Turnier war. Aber mir war bewusst, dass ich noch etwas Zeit bräuchte."

"Meine Familie gab mir viel Kraft. Ich habe nach der WM erstmal keinen Schläger angefasst, keine Spiele im Fernsehen gesehen und mich nicht mit Badminton beschäftigt, um wieder klar zu werden."

Nach intensiven Gesprächen mit den Verbandsverantwortlichen Rosmah Mansor und Norza Zakaria - Morten Frost war hier bereits nicht mehr erwünscht - entschied er sich, seine Karriere noch nicht zu beenden.

"Es gibt im kommenden Jahr viele große Events. Der Thomas-Cup, Asian Games, Commonwealth Games und die WM. Ich fühle für mein Land eine Verantwortung, weiterzumachen."

"Ich bin nicht mehr der Jüngste - Niederlagen sollten mich nicht mehr so runterziehen. Sie gehören dazu. Ich bin immer noch in den Top-10 der Weltrangliste. Ich will mir in Zukunft nicht mehr selbst so viel Druck machen. Ich möchte jedes einzelne Match genießen können."




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