International 25.01.2018

Superstars in Basel

Schlägt in der Schweiz auf: Jan Ø. Jørgensen [Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Jordi Küng
Vom 20. bis 25. Februar 2018 findet in der teilrenovierten St. Jakobshalle zum 28. Male das YONEX Badminton Swiss Open statt
In vier Wochen ist Basel weltweit das Epizentrum im Badminton-Sport. Nach dem definitiven Anmeldeschluss darf schon jetzt mit Freude und Stolz konstatiert werden, dass erneut einige Perlen des Badminton-Sportes an den Start gehen werden und in der St. Jakobshalle für allerfeinste Kost, auf Welt-Niveau, garantieren werden.

Es haben sich 250 Weltklasse-Spieler/innen aus 28 Nationenangemeldet. Die Konkurrenz durch das Open von England und Deutschland ist zwar spürbar, aber dennoch kann der Basler Veranstalter auf ein Teilnehmerfeld verweisen, dass allerhöchsten Ansprüchen genügt.

Dass Dänemark eine grosse Badminton-Nation repräsentiert, ist bekannt. Und es könnte durch­aus sein, dass das Basler Turnier zu einer Art "Danish-Dynamite"-Woche wird, denn mit Jan Ø. Jørgensen, geboren am 31.12.1987, kommt einer der spektakulärsten und spielstärksten Ak­teure nach Basel. Der Däne belegte im Januar 2015 während vielen Monaten im Weltranking Platz 2. Nach einer langen Verletzungspause ist Jan Ø. Jørgensen bis auf Rang 155 zurückgefallen, doch nun strebt er konsequent wieder den Weg in die Top Ten an. Und in Hochform kann Jørgensen auch heuer noch gegen jeden Rivalen bestehen.

Es sei die Prognose gewagt, dass der Titel im Herren-Doppel wohl über die Weltnummer zwei, Ma­thias Boe/Carsten Mogensen, führen wird. Wenn die beiden Dänen auf dem Court sind, wird ein Feuerwerk der Spitzenklasse gezündet. Explosives "Danish Dynamite" eben.

Das diesjährige YONEX Badminton Swiss Open zeichnet auch durch Spieler, die nicht nur über Aura und Charisma verfügen, sondern eine nicht immer lineare Karriere aufweisen. Wir denken da an Kento Momota aus Japan. Einst ein Top-Ten-Spieler, ist er jetzt "nur" noch die Weltnummer 48 - allerdings mit klar steigender Tendenz. Momota wurde einst von seinem Landesverband gesperrt, weil er ohne Einverständnis seines Verbandes ins Casino ging. Da kann man wahrlich sagen: Andere Länder, andere Sitten.

Wer Brasilien sagt, denkt nicht unbedingt an Badminton. Da werden eher die Fussballgrössen, von Pelé über Ronaldo und Ronaldinho zur heutigen Generation um Neymar aufgezählt. Aber es geht vergessen, dass dieses grösste südamerikanische Land mit Ygor Coelho (21) über einen jungen Spieler verfügt, dem einst zugetraut wird, die Phalanx der Asiaten empfindlich zu "stö­ren". Aufgewachsen in den Slums (Favelas) von Rio de Janeiro, hat Coelho zwischen 2006 und 2013 bei den Pan-Amerikanischen Meisterschaften der Junioren in allen Junioren-Klasse min­destens einmal die Goldmedaille gewonnen. Dieser charismatische Brasilianer begeistert durch seinen Spielwitz und seine Virtuosität - was im Fussball die brasilianischen Zauberkicker vom Zuckerhut sind, ist Ygor Coelho im Badminton-Sport.

Viele Neuerungen

Die 28. Austragung zeichnet sich durch viele Neuerungen aus, welche die Bedeutung und den Stellenwert der YONEX Swiss Open zementieren. Das "Basler" Turnier ist nun Teil der neu konzipierten HSBC BWF World Tour - dies ist ein Beweis, dass der Weltverband die steten Anstrengungen des Veranstalters schätzt und honoriert. Dieser Status bringt viele neue Pflichten, erhöht aber den Stellenwert des Turnieres stark.

Ab diesem Jahr werden am YONEX Swiss Open diverse neue technische Einrichtungen zum Einsatz kommen: Die Rede ist vom Hawk-Eye, der Speedmessung und einer Grossleinwand.

Das gesteigerte Preisgeld auf USD 150'000 macht das 28. YONEX Badminton Swiss Open zu ei­nem wichtigen Turnier im neuen Turnierkalender 2018.

Auch die Badminton Weltmeisterschaften 2019 (Elite und Para) werfen Ihre ersten Schatten voraus. Der Veranstalter wird einige erste Bereich im Hinblick auf diese gigantische WM aus­bauen und testen können.







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