Stars 09.02.2018

Zwiebler will perfekten Abschied in Bonn

Marc Zwiebler [Foto: Julian Pletz]
Von Redaktion
Am 24. Februar verabschiedet sich Badminton-Legende Marc Zwiebler in seiner Heimatstadt vom internationalen Badmintonsport. Wir sprachen mit dem Bonner über einen außergewöhnlichen Abend.
Marc, Du hast bei den Deutschen Meisterschaften zwei Spieler deines Vereins erfolgreich zum Titel gecoacht. Sehen wir Dich in Zukunft jetzt häufiger als Trainer im Einsatz?

Es hat sich gelohnt. Ehrlicherweise war das in der Form gar nicht geplant. Ich musste sowieso zu den Deutschen Meisterschaften. Meine Vereinskameraden Luise Heim und Max Weißkirchen haben mich dann kurzfristig um Hilfe gebeten. Da helfe ich dann natürlich gerne.

Ich weiß, wie das ist in deren Haut zu stecken. Vor allem für Max, der zum ersten Mal im Finale stand. Da dreht sich sehr viel nur um den mentalen Bereich. Ich bin froh, dass ich zumindest ein bisschen helfen konnte. Ich freue mich für die beiden.

Ich glaube aber nicht, dass sich das so schnell wiederholen wird.

Wie geht es Deiner Augenverletzung?

Leider nicht besser. RCS (Anm. d. Red: Retinopathia centralis serosa, auch "Managerkrankheit" genannt) nennt sich das. Mein rechtes Auge ist sehr stark eingeschränkt. Ich habe Probleme in der Halle den Ball zu sehen und die Distanz richtig abzuschätzen. Ich hoffe, dass es bald besser wird. Ich muss Geduld haben.

Wie oft trainierst Du derzeit?

Ich probiere drei Mal in der Woche in die Halle zu gehen. Zudem gehe ich laufen und in den Kraftraum. Das klappt mal besser - und mal schlechter. Aber auch die Bundesligaspiele sind gutes Training.

Du wirst Dich am 24. Februar in Bonn verabschieden. Was erwartet uns an diesem speziellen Abend?

Es wird sicherlich ein ganz besonderer Tag. Als Profispieler denkt man ja immer darüber nach, wie man sich am besten verabschiedet. Für mich ist das nun die perfekte Gelegenheit, mich bei bei meinen Trainingskameraden, meiner Familie, Freunden, Unterstützern, Sponsoren und Fans zu bedanken.

Ich finde es schön, dass es in so einem außergewöhnlichen Rahmen stattfindet. Badminton wird hier mal von einer ganz anderen Seite präsentiert. Ich hoffe, dass wir zusammen viel Spaß haben werden.

Es werden viele weitere deutsche Badminton-Legenden kommen. Viele sprechen im Zusammenhang mit diesen Stars von einer "goldenen Generation". Ist das aus Deiner Sicht die erfolgreichste deutsche Spielergeneration?

Ja, sicherlich war es eine Art "goldene Generation". Mit Spielern wie Björn Joppien und Juliane Schenk hat es angefangen. Birgit Overzier und ich waren mit die letzten Spieler aus dieser Generation, die jetzt ihre Karrieren beendet haben.

Ich denke, das war die beste Generation, die wir in Deutschland hatten, ja. Aber das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Ich denke, wir konnten die Grundlage legen, dass es künftigen Generationen einfacher fällt, erfolgreiche Badminton-Leistungssportler zu werden.

Die Strukturen im Verband haben sich in den letzten zehn Jahren sehr stark verbessert. Und ich bin froh, dass ich dazu meinen Beitrag leisten konnte.

Kannst Du schon etwas über weitere Höhepunkte des Abends im Telekom-Forum verraten?

Ich will nicht zu viel verraten, aber es wird einige Überraschungen geben.

Auf was freust du Dich ganz besonders?

Ich freue mich auf meinen ältesten Freund, der auf der Aftershow-Party Platten auflegen wird. Das hat aber eher weniger mit Badminton zu tun.

Vielen Dank für das Gespräch!

Tickets für das Event gibt es auf der offiziellen Website: Yonex Badminton Legends







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