Stars 19.02.2018

Joachim Persson: Änderung tut Badminton gut

Joachim Persson: "Die kürzere Spieldauer wird auch zur Folge haben, dass das Spiel noch schneller wird" [Fotos: BadmintonPhoto]
Von Joachim Persson
Meiner Meinung nach würde eine Änderung der Zählweise dem Badmintonsport gut tun. Mir ist dabei bewusst, dass ich mit dieser Meinung nicht die Mehrheit vertrete, aber ich denke, dass ist darauf zurückzuführen, dass der Mensch über einen Kamm geschert, ein Gewohnheitstier ist und instinktiv das Gewohnte liebt.
So war der Aufruhr auch groß, als man vor ungefähr 15 Jahren die 3 x 15-Regeln abschaffen wollte. Heute jedoch wäre es absolut undenkbar mit den alten Regeln zu spielen, wo man nur mit eigenem Aufschlag punkten kann. Die unten angeführten Argumente sind für mich die Hauptgründe dafür, warum eine Regeländerung positiv wäre:

Kürzere Spiele!

Das längste Spiel mit der 3 x 21-Regel dauerte 161 min. Eigentlich muss man dazu nicht mehr viel sagen, denn fast kein Zuschauer kann so lange die Spannung aufrecht erhalten, dass es Sinn macht so lange zu spielen.

Mehr Spannung von Anfang an, Spieler müssen von Anfang an durchspielen!

Es gibt knappe Sätze und weniger knappe Sätze. Ich wage zu behaupten, dass die weniger knappen Sätze niemals spannend sind, daher gibt es keinen Grund sie bis 21 hinauszuzögern. Dazu sind die knappen Sätze meiner Meinung nach erst wirklich spannend, wenn ein zweistelliger Spielstand erreicht wird. Ich will nicht für andere sprechen, aber die, die dem folgen können, müssten mir zustimmen: Es ergibt mehr Sinn den Satz bei 10-10 zu starten. Das Fazit würde dann lauten: Langweilige Sätze und Spiele sind schneller vorbei und die Spannung in den interessanten Spielen ist häufiger von Anfang an und in jedem Satz da.

Das Spiel wird intensiver!

Das Herbeiführen von mehr Spannung wird das Spiel intensivieren, denn man kann es sich nicht mehr erlauben, einen halben Satz zu verschlafen. Die kürzere Spieldauer wird auch zur Folge haben, dass das Spiel noch schneller wird.

"Wir haben ja schon einmal die Regeln gewechselt", ist kein Gegenargument!

Ich habe manchmal Menschen fragen hören, warum wir denn schon wieder die Regeln wechseln müssen, wenn wir sie doch gerade erst gewechselt haben. Das ist für mich kein Argument. Ich denke, man sollte immer zielführende Maßnahmen tätigen. Die letze Änderung der Zählweise hat mit dazu beigetragen, dass sich der Sport in eine positive Richtung entwickelt hat. Aber diese Entwicklung hat auch dazu geführt, dass die Spiele wieder länger geworden sind. Daher ist es für mich selbstverständlich, dass man eine weitere Richtungskorrektur vornehmen sollte, um den Sport noch attraktiver zu machen.