International 20.02.2018

Manipulationen: Ein Spieler packt aus

Symbolfoto [Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Der Match-Fixing-Skandal im Badmintonsport schlägt weiter hohe Wellen. Eine frühere Nummer eins der Weltrangliste hat gegenüber der malaysischen Zeitung "New Straits Times" nun ausgepackt. Der ehemalige Herreneinzelspieler möchte anonym bleiben.
Er selbst kenne einen Spieler, der bereits in der Saison 2006/2007 über 100.000 Dollar für ein absichtlich verlorenes Match kassiert haben soll.

"Das alles überrascht mich nicht. Das ist nicht neu im Badminton. Neu ist nur die Technologie, die seit ein paar Jahren dahintersteckt. Sie macht es viel schwerer, die Manipulationen zurückzuverfolgen."

Nur die Spitze des Eisbergs

"Es ist ja nur die Spitze des Eisbergs, von der die Öffentlichkeit jetzt erfährt. Ich war vor gut zehn Jahren schockiert, als ich herausfand, was da alles abläuft."

"Man kann war nicht auf sich selbst setzen, aber ich weiß von Spielern, die ihre Freunde dazu animiert haben, auf ihre Niederlage zu wetten. Da gibt es sehr viel Geld zu holen. Es gibt Spieler, und ich kenne sie persönlich, die verdienen pro Turnier gut 100.000 Dollar. Ich rede von Turnieren, bei denen der Sieger gerade einmal 6.000 Dollar Preisgeld bekommt."

Zwei Spieler aus Malaysia wurden vom Badminton-Weltverband Anfang Februar suspendiert. Die Anhörung ("Hearing") findet am 26. und 27. Februar in Singapore statt. Sollten sie schuldig gesprochen werden, droht ihnen eine lebenslange Sperre.




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