National 28.11.2018

Mit dem heimischen Publikum im Rücken zur EM-Endrunde

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Claudia Pauli
Anders als in den vergangenen Jahren ist bei der Mixed-Team-Europameisterschaft 2019 einzig dem Titelverteidiger - in dem Fall Dänemark - ein Startplatz garantiert. Die übrigen Nationen hingegen sind gefordert, das Ticket für die nächste EM-Runde (13. bis 17. Februar in Frederiksberg/Dänemark) im Rahmen von Qualifikationsturnieren, die Anfang Dezember in verschiedenen Ländern ausgetragen werden, zu lösen.
Insgesamt werden sieben dieser Turniere durchgeführt, bei denen sich jeweils einzig die siegreiche Mannschaft für die Mixed-Team-EM qualifiziert: Das Teilnehmerfeld der alle zwei Jahre stattfindende Endrunde wurde von bislang zwölf auf nun acht Mannschaften reduziert.

Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) hat in Bezug auf das entsprechende Qualifikationsturnier Heimvorteil: Vom 7. bis zum 9. Dezember ist die Emmy-Noether-Sporthalle in Erlangen Austragungsort des besonderen Wettbewerbs. Gespielt wird dabei nach dem Modus jeder gegen jeden, wobei jede Begegnung aus einem Herreneinzel, einem Dameneinzel, einem Herrendoppel, einem Damendoppel und einem Mixed besteht. Insgesamt gehen vier Mannschaften an den Start.

Der amtierende EM-Dritte Deutschland muss sich im Rennen um das Ticket für die Mixed-Team-EM 2019 mit Slowenien (Freitag, 7. Dezember, 18.00 Uhr), Österreich (Samstag, 8. Dezember, 18.00 Uhr) und Schweden (Sonntag, 9. Dezember, 15.00 Uhr) auseinandersetzen. Das Ziel aller Beteiligten des DBV besteht ohne Frage darin, das Turnier auf - dem zur Qualifikation erforderlichen - Tabellenplatz eins abzuschließen.

"Ich bin mit der Auslosung sehr zufrieden. Sie ist sportlich reizvoll und obwohl wir Favorit sind, müssen wir hochkonzentriert zu Werke gehen. Mit Schweden haben wir m. E. das beste nicht gesetzte Team in der Gruppe. Und Österreich, mit Oliver Pongratz, dem siebenmaligen Deutschen Meister im Herreneinzel, als Trainer, wird auch alles versuchen, um uns ‚ein Bein zu stellen‘", meint DBV-Chef-Bundestrainer Detlef Poste.

Während die Schweden insbesondere in den Doppeldisziplinen stark einzuschätzen sind, müssen Österreich und Slowenien eher in den Einzeldisziplinen beachtet werden. Der DBV hat insgesamt 18 Athletinnen und Athleten - und damit einen großen Kader - für das Qualifikationsturnier vorgesehen. "Wir wollen möglichst viele Spielerinnen und Spieler einsetzen, um die Belastungen für den Einzelnen möglichst gering zu halten", erläutert DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Eine Athletin, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu den absoluten Leistungsträgern im DBV zählte und die aus persönlichen Gründen zum 30. September 2018 aus der deutschen Badminton-Nationalmannschaft zurücktrat, wird anlässlich des Qualifikationsturniers in Erlangen ein "Kurz-Comeback" geben: Die 28 Jahre alte Carla Nelte (TV Refrath) verabschiedet sich am 8. Dezember in der Partie gegen Österreich mit einem Auftritt im Damendoppel von den Fans. Ihr letztes Länderspiel ist das 50. in ihrer Karriere.

Ausgerichtet wird das Qualifikationsturnier von Heinz Bußmann von AEP Delmenhorst, der bereits mehr als 100 Länderspiele für den DBV organisierte, in Kooperation mit dem ATSV Erlangen.







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