Stars 26.05.2019

Europas bestes Damen-Duo boykottiert eigenen Verband

Stefani (vorne) und Gabriela Stoeva aus Bulgarien [Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Das bulgarische Weltklasse-Damendoppel Gabriela und Stefani Stoeva hat in einer Presseaussendung mitgeteilt, nicht länger bei internationalen Großveranstaltungen für ihr Land antreten zu wollen. Es geht ums liebe Geld.
"Leider müssen wir mitteilen, dass wir in diesem Jahr bei den European Games, den Weltmeisterschaften und auch zur Olympia-Qualifikation nicht antreten werden", das teilen die amtierenden Europameisterinnen im Damendoppel in einer Presseerklärung mit.

"Es gibt im Moment viele Probleme in der Zusammenarbeit zwischen dem bulgarischen Badminton-Verband und uns. Wir arbeiten jeden Tag sehr hart für unsere Resultate. Leider erhalten wir von Verbandsseite nicht die uns zustehende finanzielle Unterstützung. Wir lieben unser Land. Und wir sind keine Verräter, aber jetzt ist es genug. Es geht so nicht mehr weiter für uns."

"Es gibt für uns ein Budget für die Vorbereitungen zu Tokio 2020 vom bulgarischen Sportministerium. Aber davon sehen wir gar nichts. Wir müssen unsere Teilnahmen für Turniere in Asien und Europa selbst finanzieren, obwohl es ein Budget gibt. Das ist sehr unfair."

Gegenüber dem "Gong", ein bulgarisches Nachrichtenmagazin, äußerte sich Volodya Zlatev, Generalsekretär im bulgarischen Verband:

"In den vergangenen Jahren haben wie beide Spielerinnen finanziell sehr stark unterstützt. Sie haben mehr Geld bekommen als alle anderen Olympiakandidaten im bulgarischen Sport."

Trotz des Konfliktes hofft Zlatev, dass Stefani und Gabriela Stoeva weiterhin für Bulgarien an den Start gehen. Die beiden rangieren aktuell als bestes europäisches Damendoppel auf Rang zehn der BWF-Weltrangliste.

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