International 2025.07.28
Alex Lanier und der Aufbruch des französischen Badmintonsports

[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
In einer Sportart, die traditionell vom asiatischen Raum beherrscht und in Europa lange Zeit vor allem von Dänemark geprägt wurde, bahnt sich nun eine stille Verschiebung an – mit Frankreich als neuem Zentrum der Bewegung.
Angeführt wird diese Bewegung von einem, der eben erst dem Jugendalter entwachsen ist: Alex Lanier, 20 Jahre alt, Europameister, Weltranglistenachter und, mehr noch, Symbolfigur einer neuen Generation französischer Badmintonspieler, die sich anschickt, die etablierten Kräfteverhältnisse aufzumischen.
Lanier ist sich seiner Rolle durchaus bewusst. „Ich bin kein Außenseiter mehr“, sagt er nüchtern, aber mit Nachdruck. In Paris, wo am 25. August die Weltmeisterschaften beginnen, will er nicht nur teilnehmen, sondern das Turnier prägen – vor heimischem Publikum, an dem Ort, an dem erst kürzlich das olympische Badminton ausgetragen wurde. „Es gibt ein bisschen Druck, aber ich sehe es auch als einen Moment, den ich mit Familie und Freunden teilen kann“, sagte der junge Franzose im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.
Lanier weiß um die Erwartungen – und um die Herausforderungen. „Es ist interessant, dass in dieser Situation viele Menschen um mich herum sind und es viele Ablenkungen gibt – ich muss in meiner eigenen Zone bleiben“, sagte er laut AFP.
Der Aufstieg des Alex Lanier verlief rasant. Nachdem er bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris nicht vertreten war, sorgte er nur wenige Wochen später für Furore: Bei den Japan Open bezwang er unter anderem den damaligen Weltranglistenersten Shi Yuqi (China) sowie den malaysischen Bronzemedaillengewinner Lee Zii Jia – es war sein erster großer Titel.
Mit dem EM-Titel im April, errungen im rein französischen Finale gegen Toma Junior Popov, zementierte Lanier seine Stellung in der Weltelite. Dass mit Christo Popov ein weiterer Franzose in den Top 20 der Weltrangliste steht, lässt kaum Zweifel daran, dass das französische Badminton nicht mehr nur Mitläufer, sondern Mitgestalter ist. Eine „goldene Generation“? Lanier selbst hält solche Zuschreibungen für verfrüht, sieht aber durchaus strukturelle Fortschritte: „Unser Team ist professioneller, die Struktur ist besser, und die jungen Spieler sind früher professioneller als noch vor ein paar Jahren“, erklärte er.
Und tatsächlich: Was sich derzeit in Frankreich vollzieht, ist das Resultat gezielter Nachwuchsförderung und verbesserter Infrastruktur – eine stille Erfolgsgeschichte, die in der Arena La Chapelle während der Olympischen Spiele erstmals sicht- und hörbar wurde. Der Zuspruch des Publikums war überwältigend, der Enthusiasmus spürbar. Lanier rechnet auch bei der WM mit einer ähnlich elektrisierenden Atmosphäre: „Ich denke, die Fans haben letztes Jahr Spaß gehabt und erwarten dasselbe, und deshalb kommen sie.“
Alex Lanier, ein junger Athlet, der nicht nur das Talent, sondern auch die mentale Reife besitzt, den Erwartungen eines ganzen Landes zu begegnen. „Ich bin definitiv bereit, gut zu spielen und diesen Titel zu holen“, sagt Lanier – ohne Pathos, aber mit Überzeugung.
Die Badminton-WM in Paris beginnt am 25. August. badzine.de ist mit einem Team in Frankreich.
Lanier ist sich seiner Rolle durchaus bewusst. „Ich bin kein Außenseiter mehr“, sagt er nüchtern, aber mit Nachdruck. In Paris, wo am 25. August die Weltmeisterschaften beginnen, will er nicht nur teilnehmen, sondern das Turnier prägen – vor heimischem Publikum, an dem Ort, an dem erst kürzlich das olympische Badminton ausgetragen wurde. „Es gibt ein bisschen Druck, aber ich sehe es auch als einen Moment, den ich mit Familie und Freunden teilen kann“, sagte der junge Franzose im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.
Lanier weiß um die Erwartungen – und um die Herausforderungen. „Es ist interessant, dass in dieser Situation viele Menschen um mich herum sind und es viele Ablenkungen gibt – ich muss in meiner eigenen Zone bleiben“, sagte er laut AFP.
Der Aufstieg des Alex Lanier verlief rasant. Nachdem er bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris nicht vertreten war, sorgte er nur wenige Wochen später für Furore: Bei den Japan Open bezwang er unter anderem den damaligen Weltranglistenersten Shi Yuqi (China) sowie den malaysischen Bronzemedaillengewinner Lee Zii Jia – es war sein erster großer Titel.
Alles ist jetzt professioneller, die Struktur ist besser, und die jungen Spieler sind früher professionell als noch vor ein paar Jahren
Alex Lanier
Mit dem EM-Titel im April, errungen im rein französischen Finale gegen Toma Junior Popov, zementierte Lanier seine Stellung in der Weltelite. Dass mit Christo Popov ein weiterer Franzose in den Top 20 der Weltrangliste steht, lässt kaum Zweifel daran, dass das französische Badminton nicht mehr nur Mitläufer, sondern Mitgestalter ist. Eine „goldene Generation“? Lanier selbst hält solche Zuschreibungen für verfrüht, sieht aber durchaus strukturelle Fortschritte: „Unser Team ist professioneller, die Struktur ist besser, und die jungen Spieler sind früher professioneller als noch vor ein paar Jahren“, erklärte er.
Und tatsächlich: Was sich derzeit in Frankreich vollzieht, ist das Resultat gezielter Nachwuchsförderung und verbesserter Infrastruktur – eine stille Erfolgsgeschichte, die in der Arena La Chapelle während der Olympischen Spiele erstmals sicht- und hörbar wurde. Der Zuspruch des Publikums war überwältigend, der Enthusiasmus spürbar. Lanier rechnet auch bei der WM mit einer ähnlich elektrisierenden Atmosphäre: „Ich denke, die Fans haben letztes Jahr Spaß gehabt und erwarten dasselbe, und deshalb kommen sie.“
Alex Lanier, ein junger Athlet, der nicht nur das Talent, sondern auch die mentale Reife besitzt, den Erwartungen eines ganzen Landes zu begegnen. „Ich bin definitiv bereit, gut zu spielen und diesen Titel zu holen“, sagt Lanier – ohne Pathos, aber mit Überzeugung.
Die Badminton-WM in Paris beginnt am 25. August. badzine.de ist mit einem Team in Frankreich.
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