International 2026.08.23

Alex Lanier wird Weltmeister

Alex Lanier wird Weltmeister
[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Bernd-Volker Brahms aus Neu Delhi
Der Franzose Alex Lanier ist heute in Neu Delhi der zweitjüngste Weltmeister in der Badminton-Geschichte geworden.
Der 21-jährige besiegte im WM-Endspiel den Japaner Kodai Naraoka nach 50 Minuten mit 21:11, 21:11. Jünger war 1983 nur der indonesische Sieger Icuk Sugiarto, der bei seinem Erfolg gegen den damals hoch favorisierten Liem Swie King gewann und dabei erst 20 Jahre alt war.

"Ich habe mir bei Turnierbeginn schon gedacht, dass ich eine ganz gute Rolle bei der WM spielen kann", sagte Lanier nach seinem Erfolg. Er hatte sich mit seinem litauischen Trainer Kestutis Navickas in Dänemark vorbereitet.

"Ich war heute morgen ganz entspannt", sagt Alex Lanier, der im vergangenen Jahr noch Jugendturniere spielte und ort Europameister wurde. Er habe sich noch den ersten Satz seiner beiden Landsleute Thom Gicquel und Delphine Delrue angesehen, ehe er sich an die Vorbereitung seiner Partie machte.

Der an Position neun gesetzte Franzose diktierte von Beginn an die Partie gegen den Japaner Naraoka, der seinerseits an Position zehn gesetzt war. Der Japaner wirkte müde, so dass Lanier souverän agieren konnte.

Er bedauere es etwas, dass er - nach dem Erfolg von Gicquel und Delrue - "nur" der zweite Weltmeister geworden ist. Er hätte gerne der erste sein wollen, sagte Lanier mit einem Augenzwinkern nach seinem historischen Erfolg. "Heute ist der Tag des französischen Badminton", sagte er. Er sei stolz darauf, welche Entwicklung alles genommen hat. "Badminton ist die tollste Sportart der Welt, das erfahren die Franzosen, die Europäer und auch die ganze Welt, sagte er etwas pathetisch.

"Man hat etwas richtig gemacht, wenn einem der Präsident gratuliert", sagte Lanier. Zuvor hatte Emmanuel Macron eine WhatsApp-Gratulation an Gicquel und Delrue geschickt. Und vielleicht gibt es auch wieder eine Titelseite der täglichen französischen Sportzeitung L´Equipe, wie im vergangenen Jahr im Dezember als der Franzose Christo Popov das World Tour-Final gewann.


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