Stars 2026.07.24

Viktor Axelsen spricht erstmals offen über finanzielle Gründe für Umzug nach Dubai

Viktor Axelsen spricht erstmals offen über finanzielle Gründe für Umzug nach Dubai
[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Der dänische Olympiasieger erklärt, warum er 2021 seine Heimat verließ und räumt ein, dass neben Trainingsbedingungen auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle spielten. Im Podcast „Genstart“ spricht Viktor Axelsen über Steuern, Spitzensport und die Rahmenbedingungen für professionelle Badmintonspieler in Dänemark.
Als Viktor Axelsen im Jahr 2021 wenige Wochen nach seinem Olympiasieg in Tokio seinen Umzug nach Dubai bekannt gab, löste die Entscheidung in Dänemark eine kontroverse Debatte aus. Der damals frisch gekürte Olympiasieger wurde unter anderem dafür kritisiert, sein Land zu verlassen und von den finanziellen Vorteilen seines neuen Wohnortes zu profitieren.

Heute bewertet Axelsen die Kommunikation rund um den Umzug selbstkritisch. Im Podcast „Genstart“ des dänischen Rundfunksenders DR erklärte der Weltklassespieler, dass er damals nicht vollständig offen über die Beweggründe gesprochen habe.

„Ich hätte mir gewünscht, dass ich damit etwas anders umgegangen wäre, denn natürlich gab es einen finanziellen Anreiz dafür, dass ich es gemacht habe“, sagte Axelsen.

Ursprünglich hatte Axelsen den Schritt nach Dubai vor allem mit besseren Trainingsbedingungen und den logistischen Vorteilen für internationale Turnierreisen begründet. Viele wichtige Badmintonveranstaltungen finden in Asien statt, von Dubai aus sind diese Ziele leichter erreichbar.

Inzwischen räumt der Däne ein, dass auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielten. Die geringere Steuerbelastung in Dubai habe ihm ermöglicht, größere Summen in seine sportliche Entwicklung und sein persönliches Umfeld zu investieren.

„Ich habe gesagt, dass es überhaupt nichts mit Steuern zu tun gehabt hätte, und das stimmt natürlich nicht. Natürlich hat es damit zu tun, dass es dort viel mehr Geld gibt, das ich in meine Karriere, meine Familie und mein gesamtes Umfeld investieren konnte.“

Für Axelsen war der finanzielle Aspekt jedoch nicht der alleinige Grund für den Wechsel. Entscheidend sei gewesen, ein Umfeld zu schaffen, das ihm optimale Bedingungen für seine sportliche Entwicklung ermögliche.

„Wenn ich nicht das Umfeld gehabt hätte, das ich in Dubai hatte, wäre ich niemals umgezogen. Ich wäre niemals nur wegen des Geldes umgezogen“, sagte Axelsen im Podcast.

Kritik an den Bedingungen für Spitzensportler in Dänemark

Axelsen verbindet seine Entscheidung weiterhin mit den Strukturen des dänischen Spitzensports. Dänemark sei sehr erfolgreich darin, Kinder und Jugendliche über Vereine an den Sport heranzuführen. Der Übergang vom Breitensport zum internationalen Spitzenniveau sei jedoch schwierig.

Besonders die Verfügbarkeit geeigneter Trainingsstätten sei aus seiner Sicht ein Problem gewesen. Axelsen verwies auf die Situation vor seinem Umzug nach Dubai. In der Brøndby-Halle sei das Training zu bestimmten Zeiten durch andere Aktivitäten eingeschränkt gewesen.

„Ich konnte nicht trainieren und spielen, wann ich wollte. Die Brøndby-Halle schloss damals um 15:30 oder 16 Uhr, weil danach Jugendfußball stattfand“, sagte Axelsen im Podcast Genstart.

Deshalb habe er zusätzliche Trainingsmöglichkeiten organisieren müssen, um sein Pensum aufrechterhalten zu können. Dazu gehörten Fahrten nach Greve am frühen Morgen oder die eigenständige Buchung anderer Hallen.


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